anwenderreportage

Winkelbauer setzt auf die Zerspanungsqualität von DMG Mori

Um den hohen Qualitätsstandard zu sichern, investiert die Winkelbauer GmbH kontinuierlich in den Ausbau des Maschinenparks sowie die Erhöhung des Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades. Seit nunmehr vier Jahren ist in den Produktionshallen des steirischen Baumaschinenausrüsters einiges neu. So setzt man für die wirtschaftliche Bearbeitung verschiedenster Komponenten, hauptsächlich aus Hardox-Stahl, auf zwei DMC 90 U duoBLOCK sowie auf eine DMF 360/11 von DMG Mori inklusive der No-Code-Plattform Tulip – und das aus guten Gründen.

Die Bearbeitung von Hardox 600 ist laut Winkelbauer die Königsdisziplin in der Zerspanung. Darum setzt man auf die DMF 360/11 von DMG Mori.

Die Bearbeitung von Hardox 600 ist laut Winkelbauer die Königsdisziplin in der Zerspanung. Darum setzt man auf die DMF 360/11 von DMG Mori.

Shortcut

Aufgabenstellung: Stabile Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Bauteilen für Baumaschinen aus schwer zu zerspanenden Materialien bis drei Tonnen.
Material: Hardox® (400 bis 600)
Lösung: Zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren DMC 90 U duoBLOCK und ein Fahrständer-Fräszentrum DMF 360/11 von DMG Mori.
Nutzen: Hohe Stabilität; hohe Maschinenverfügbarkeit; zuverlässiges Service; kompetente Betreuung.

Ausgehend aus einer Huf- und Wagenschmiede, die im Jahr 1945 als Ein-Mann-Betrieb gegründet wurde, entwickelte sich im oststeirischen Anger ein innovativer, familiengeführter Maschinenbaubetrieb. Heute nimmt die Winkelbauer GmbH bei Arbeitswerkzeugen für Baumaschinen bis 150 Tonnen eine führende Position in Mitteleuropa ein und stattet Baumaschinenhändler sowie Endkunden mit hochwertigen Bagger- und Radladerlösungen aus.

Rund 160 hochqualifizierte Mitarbeiter, davon aktuell 26 Lehrlinge, verarbeiten auf einer Produktionsfläche von rund 11.000 m2 mit modernsten Maschinen jährlich über 6.000 Tonnen Stahl. Um für Winkelbauer-Produkte wie etwa Schnellwechsler, Löffel und Schaufeln für Baumaschinen höchstmögliche Langlebigkeit auch unter anspruchsvollsten Einsatzbedingungen zu gewährleisten, verarbeiten die Steirer größtenteils hochverschleißfeste Hardox®-Stähle. „Mit jährlich mehr als 4.000 Tonnen sind wir Österreichs größter Hardox-Verarbeiter“, untermauert Geschäftsführer Ing. Michael Winkelbauer den hohen Qualitätsanspruch des Baumaschinenausrüsters.

Die Bearbeitung von Hardox 600 ist laut Winkelbauer die Königsdisziplin in der Zerspanung. Darum setzt man auf die DMF 360/11 von DMG Mori.

Die Bearbeitung von Hardox 600 ist laut Winkelbauer die Königsdisziplin in der Zerspanung. Darum setzt man auf die DMF 360/11 von DMG Mori.

Ing. Michael Winkelbauer
Geschäftsführer der Winkelbauer GmbH

„Im Bereich der Zerspanung haben wir einen zuverlässigen Partner mit entsprechend stabilen Fräs- bzw. Bearbeitungszentren gesucht und in DMG Mori auch gefunden.“

Zukunftssicher mit modernen Produktionsanlagen

Die Strategie des Familienunternehmens, alle Kernkompetenzen im Haus zu vereinen, stellt sich als absolut richtig und zukunftssicher heraus: „Hochverschleißfester Stahl mit extrahoher Zähigkeit trifft in unserer vielseitig aufgestellten Produktion auf maximale Fertigungstiefe. Somit können wir sehr rasch und flexibel auf Kundenanforderungen reagieren“, bringt es Michael Winkelbauer auf den Punkt. Fertigungsprozesse wie Brenn- und Plasmaschneiden, Abkanten, Zerspanen, Schweißen, Härten und Lackieren beherrscht Winkelbauer allesamt selbst. In Summe stellt man jährlich rund 140.000 Einzelteile bei mehr als 3.000 unterschiedlichen Artikeln in Anger her, bei typischen Losgrößen von 1 bis 20 Stück. „Serien von bis zu 3.000 Stück sind die Ausnahme“, so der Geschäftsführer weiter.

Um die Zukunftsfähigkeit und den hohen Qualitätsstandard des Betriebes zu sichern, ist es laut Michael Winkelbauer trotz herausfordernder Zeiten notwendig, kontinuierlich in den Maschinenpark zu investieren: „Der Qualitätsanspruch an uns selbst und das damit verbundene Qualitätsversprechen an unsere Kunden verlangt mittlerweile ein hohes Maß an Flexibilität. Dies erfordert zum einen die Standardisierung, Automatisierung und Digitalisierung unserer Fertigungsprozesse und zum anderen einen wirtschaftlichen Ausbau der Fertigungskapazitäten.“

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum DMC 90 U duoBLOCK kann Bauteilgewichte bis 1.500 kg wirtschaftlich bearbeiten. Ein Palettenwechsler reduziert zudem die Nebenzeiten.

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum DMC 90 U duoBLOCK kann Bauteilgewichte bis 1.500 kg wirtschaftlich bearbeiten. Ein Palettenwechsler reduziert zudem die Nebenzeiten.

Strategische Partnerschaft mit DMG Mori

Vor vier Jahren hat man daher in zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren DMC 90 U duoBLOCK, das Fahrständer-Fräszentrum DMF 360/11 sowie eine CLX 550 CNC-Drehmaschine für den Ausbildungsbereich – allesamt von DMG Mori – investiert. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter steht bei Winkelbauer übrigens ganz oben an der Tagesordnung: „Junge Menschen zu Facharbeitern mit hoher Kompetenz auszubilden, ist für uns nicht nur notwendig, sondern eine Herzensangelegenheit. Denn nur durch qualifizierte Fachkräfte können wir am Standort Österreich auch zukünftig erfolgreich produzieren“, so der leidenschaftliche Firmenchef.

Nicht zuletzt aufgrund des hohen Facharbeiteranteils und der damit erworbenen Kompetenz in der sehr herausfordernden Verarbeitung von Verschleißblech aus Hardox konnte das Unternehmen auch seinen Bereich der Komponentenfertigung beispielsweise für die Recyclingbranche deutlich ausbauen. „Mit seiner extremen Härte und zudem auch Zähigkeit (Anm.: Zugfestigkeiten bis 1.400 N/mm²) ist Hardox ideal für anspruchsvollste Bedingungen in der Baubranche – speziell, wenn es um Verschleißfragen bei abriebfesten Blechen geht. Die Krux dabei ist jedoch die Zerspanung – Voraussetzung dafür sind hochstabile Werkzeugmaschinen“, betont Michael Winkelbauer und er ergänzt. „Eigentlich kauft man keine Maschine nach dem Gewicht – aber wenn man sich das Gesamtgewicht der DMF 360/11 mit rund 42 Tonnen vergleichbaren Maschinen gegenüberstellt, dann weiß man, dass man richtig liegt!“

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum DMC 90 U duoBLOCK kann Bauteilgewichte bis 1.500 kg wirtschaftlich bearbeiten. Ein Palettenwechsler reduziert zudem die Nebenzeiten.

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum DMC 90 U duoBLOCK kann Bauteilgewichte bis 1.500 kg wirtschaftlich bearbeiten. Ein Palettenwechsler reduziert zudem die Nebenzeiten.

Mit einer Spindelleistung von 52 kW, bei 12.000 min⁻¹ mit Schnittstelle SK50 ermöglicht die bei Winkelbauer im Einsatz befindliche powerMASTER-Motorspindel auch hervorragende Oberflächengüten.

Mit einer Spindelleistung von 52 kW, bei 12.000 min⁻¹ mit Schnittstelle SK50 ermöglicht die bei Winkelbauer im Einsatz befindliche powerMASTER-Motorspindel auch hervorragende Oberflächengüten.

Stephan Winkelbauer
Leiter Logistik & Head of Digitalization in der Produktion der Winkelbauer GmbH

„DMG Mori unterstützt uns auf unserem Weg in eine digitale Zukunft. Durch Tulip konnten wir unseren Schulungsaufwand erheblich reduzieren und die Prozesssicherheit in der Montage deutlich erhöhen.“

Stabilität im Fräsprozess

Die DMF 360/11 hat Winkelbauer zudem mit den notwendigen Leistungsdaten und einem intelligenten Baukastenprinzip überzeugt. So bietet das Fahrständer-Fräszentrum Verfahrweg in der X-Achse bis 3.600 mm, 1.100 mm in Y und 900 mm in Z für lange Werkstücke bzw. effektive Pendelbearbeitung. Das Maschinenbett aus Mineralguss und der thermosymmetrische Fahrständer garantieren eine hohe Steifigkeit und Langzeitstabilität. Spindelvarianten bis 20.000 min⁻¹ und die Möglichkeit zur Integration von zwei NC-Rundtischen bieten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. „Mit größeren Führungen und höheren Vorschubkräften ist die DMF 360/11 besonders für die Schwerzerspanung geeignet“, bringt sich Christian Weidinger, zuständiger Area Sales Manager bei DMG Mori Austria, ein.

Die beiden 5-Achs-Bearbeitungszentren DMC 90 U duoBLOCK bieten mit je einem Plattenwechsler auch die Möglichkeit der Teilautomatisierung. „Sehr viele der Bauteile von Winkelbauer passen mit Teilegewichten bis 1.500 kg optimal ins Bearbeitungsspektrum der DMC 90 U duoBLOCK“, so Christian Weidinger weiter und er ergänzt: „Aufgrund des Palettenwechslers samt Nullpunktspannsystem bleibt die Flexibilität auch bei den geringen Losgrößen sehr hoch.“ Generell fiel die Entscheidung zugunsten der neuen 5-Achs-Bearbeitungszentren für Michael Winkelbauer eindeutig aus. „Die stabile duoBLOCK-Bauweise bildet die Basis für eine sehr hohe Präzision speziell bei der Bearbeitung unserer sehr anspruchsvollen Werkstoffe.“ Mit einer Spindelleistung von 52 kW, bei 12.000 min⁻¹ mit Schnittstelle SK50 ermöglicht die bei Winkelbauer im Einsatz befindliche powerMASTER-Motorspindel auch entsprechend hochwertige Oberflächengüten. Optimale Wartungsfreundlichkeit und eine gute Ergonomie durch uneingeschränkte Zugänglichkeit sind weitere Vorzüge für die Steirer.

Ein Blick in die mechanische Fertigung von Winkelbauer: Zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren DMC 90 U duoBLOCK und sowie das Fahrständer-Fräszentrum DMF 360/11 von DMG Mori (rechts).

Ein Blick in die mechanische Fertigung von Winkelbauer: Zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren DMC 90 U duoBLOCK und sowie das Fahrständer-Fräszentrum DMF 360/11 von DMG Mori (rechts).

Durch den Einsatz der No-Code-Plattform Tulip von DMG Mori konnte Winkelbauer den Schulungsaufwand reduzieren und die Prozesssicherheit in der Montage erhöhen.

Durch den Einsatz der No-Code-Plattform Tulip von DMG Mori konnte Winkelbauer den Schulungsaufwand reduzieren und die Prozesssicherheit in der Montage erhöhen.

Schnellwechselsysteme von Winkelbauer sind heute längst Standardausrüstungen und machen aus einem Hydraulikbagger einen vielseitigen Geräteträger.

Schnellwechselsysteme von Winkelbauer sind heute längst Standardausrüstungen und machen aus einem Hydraulikbagger einen vielseitigen Geräteträger.

Christian Weidinger
Area Sales Manager bei DMG Mori Austria

„Es freut uns natürlich sehr, dass wir die Firma Winkelbauer mit unserem Know-how in der Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe unterstützen dürfen.“

Hochprofessionelles Service

Für eine ganzheitliche Betrachtung stand für Michael Winkelbauer im Entscheidungsprozess auch das Thema Service an oberster Stelle: „Dass eine Maschine bei uns mal drei Tage steht, geht eigentlich nicht. Die Kunden in der Baubranche erwarten höchste Lieferfähigkeit. Und neben der hohen Maschinenverfügbarkeit ist DMG Mori auch servicetechnisch sehr gut aufgestellt.“ Mit dem Serviceportal my DMG Mori hat der Werkzeugmaschinenhersteller laut Winkelbauer eine ausgesprochen professionelle Lösung für Service- oder Ersatzteilanfragen. „my DMG Mori ist der Einstieg in eine digitale Servicewelt. Der Kunde hat einen schnellen und geräteunabhängigen Direktkontakt zu unseren Service-Experten. Zudem bietet das Serviceportal einen Überblick über alle Maschinendaten, den Zugriff auf Dokumente wie Stück- bzw. Ersatzteillisten oder den aktuellen Servicestatus“, ergänzt Weidinger.

Schnellwechselsysteme von Winkelbauer sind heute längst Standardausrüstungen und machen aus einem Hydraulikbagger einen vielseitigen Geräteträger.

Schnellwechselsysteme von Winkelbauer sind heute längst Standardausrüstungen und machen aus einem Hydraulikbagger einen vielseitigen Geräteträger.

Winkelbauer und DMG Mori verbindet eine partnerschaftliche Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Christian Weidinger, Produktionsleiter Klaus Portsch-Teufel, Stephan und Michael Winkelbauer sowie die Fachkräfte Philip Gaugl, Lisa Kroisleitner und Christian Lucoiu.

Winkelbauer und DMG Mori verbindet eine partnerschaftliche Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Christian Weidinger, Produktionsleiter Klaus Portsch-Teufel, Stephan und Michael Winkelbauer sowie die Fachkräfte Philip Gaugl, Lisa Kroisleitner und Christian Lucoiu.

Infos zum Anwender

Die Winkelbauer GmbH ist ein familiengeführter Maschinenbaubetrieb, der am Firmensitz im steirischen Anger/Weiz jährlich mehr als 6.000 Tonnen Stahl (davon 4.000 Tonnen Hardox) zu hochwertigen Arbeitswerkzeugen und Ausrüstungen für Baumaschinen verarbeitet. Hochverschleißfester Stahl mit extrahoher Zähigkeit trifft in der vielseitig aufgestellten Produktion auf maximale Fertigungstiefe. Das Ergebnis sind langlebige Produkte wie etwa Schnellwechsler, Löffel und Schaufeln für Baumaschinen sowie hochwertige Komponenten für die Recyclingbranche.

Auf dem Weg zur papierlosen Fertigung

Parallel zu den neuen Werkzeugmaschinen hat Winkelbauer auch die No-Code-Plattform Tulip ebenfalls von DMG Mori eingeführt. Die Steirer legen, wie eingangs schon erwähnt, einen strategischen Fokus auf die Digitalisierung, um interne Fertigungsprozesse und -abläufe zu optimieren sowie besser auf Anforderungen der Kunden oder Veränderungen des Marktes reagieren zu können. „In dieser Strategie leistet Tulip einen wichtigen Beitrag. Die damit erstellten Apps unterstützen eine papierlose Fertigung, reduzieren unseren Schulungsaufwand und erhöhen definitiv die Prozesssicherheit in der Montage“, begründet Stephan Winkelbauer. Mit ihm ist bereits die vierte Generation im Familienbetrieb tätig.

Das Fahrständer-Fräszentrum DMF 360/11 bietet Verfahrwege in der X-Achse bis 3.600 mm, 1.100 mm in Y und 900 mm in Z für lange Werkstücke bzw. effektive Pendelbearbeitung.

Das Fahrständer-Fräszentrum DMF 360/11 bietet Verfahrwege in der X-Achse bis 3.600 mm, 1.100 mm in Y und 900 mm in Z für lange Werkstücke bzw. effektive Pendelbearbeitung.

Im Bereich der Ausbildung setzt Winkelbauer unter anderem auf die CNC-Drehmaschine CLX 550 von DMG Mori.

Im Bereich der Ausbildung setzt Winkelbauer unter anderem auf die CNC-Drehmaschine CLX 550 von DMG Mori.

Die Winkelbauer GmbH nimmt bei Arbeitswerkzeugen für Baumaschinen bis 150 Tonnen eine führende Position in Mitteleuropa ein.

Die Winkelbauer GmbH nimmt bei Arbeitswerkzeugen für Baumaschinen bis 150 Tonnen eine führende Position in Mitteleuropa ein.

Absolut richtige Entscheidung

Nach nun mehr vier Jahren Einsatzzeit der DMG Mori-Werkzeugmaschinen kann Michael Winkelbauer nur positiv resümieren: „Das Gesamtpaket passt definitiv und die Entscheidung für DMG Mori als strategischen Partner im Bereich Zerspanungstechnik war absolut richtig. Wenn es mal Probleme gibt, kommt man gemeinsam sehr schnell zu einem Konsens. Auch mit der Betreuung durch DMG Mori, im Besonderen durch Christian Weidinger, sind wir sehr zufrieden. Wir haben einen 100 %-Ansprechpartner, der mit absoluter Kompetenz und Know-how punktet.“ Und die nächsten Projekte sind bereits in Planung – die nächste Maschine ist auch schon bestellt. Ab 2024 verstärkt eine Fahrständerfräsmaschine DMF 300/8 linear, klarerweise von DMG Mori, die Fertigungskapazitäten bei Winkelbauer.

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