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Citizen Machinery Europe feiert Richtfest
Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und viele zufriedene Gesichter: Beim Richtfest der neuen Europazentrale der Citizen Machinery Europe GmbH (CME) im Gewerbegebiet Scharnhausen-West in Ostfildern stimmte die Atmosphäre. Zimmerleute richteten traditionell den Richtspruch vom Dachstuhl, während Mitarbeitende, Projektpartner und Vertreter der Stadt gemeinsam einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum neuen Unternehmensstandort feierten.
Außenansicht des Neubaus der Europazentrale der Citizen Machinery Europe GmbH im Gewerbegebiet Scharnhausen-West in Ostfildern. Der Standort wird künftig Montage, Service, Showroom und Büroflächen unter einem Dach vereinen.
Seit Beginn der Bauarbeiten im Juli vergangenen Jahres hat das Projekt sichtbare Fortschritte gemacht. Insgesamt wurden bislang rund 5.000 m³ Erde bewegt, etwa 2.500 m³ Beton, 390 Tonnen Stahl und rund 60 m³ Holz verbaut. Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 8.000 m² entsteht ein moderner Vertriebs- und Produktionsstandort mit Büro-, Schulungs- und Ausstellungsflächen, einem Technologiekompetenzcenter mit Montagehalle sowie Werkstatt- und Lagerbereichen.
Geschäftsführer Markus Reißig nutzte den Anlass, um allen am Bau beteiligten Partnern für die Zusammenarbeit zu danken. Sein besonderer Dank galt der Vollack Gruppe als Generalplaner und Baupartner sowie der THOST Projektmanagement GmbH, die das Projektmanagement verantwortet. Zugleich unterstrich er die Bedeutung des Neubaus für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.
Gemeinsam für das Bauprojekt: Vertreter der Citizen Machinery Europe GmbH, der Vollack Gruppe sowie der Thost Projektmanagement GmbH beim Richtfest der neuen CME-Europazentrale in Ostfildern.
Drehscheibe für CNC-Drehtechnologie in Europa
Die Citizen Machinery Europe GmbH mit bisherigem Sitz in Esslingen ist Teil des japanischen Konzerns Citizen Watch Co., Ltd. und zählt zu den führenden Anbietern hochpräziser CNC-Drehtechnologie. Mit den Marken Cincom (Langdrehautomaten) und Miyano (Kurzdrehmaschinen) bietet das Unternehmen Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen in zahlreichen Schlüsselindustrien – von der Medizin- und Dentaltechnik über Elektronik und Feinmechanik bis hin zu Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt sowie Automotive.
Als Weltmarktführer im Bereich der Langdrehautomaten steht Citizen für höchste Präzision, Effizienz und Innovationskraft in der spanenden Fertigung. Technologien wie die patentierte LFV-Technologie zum kontrollierten Spanbruch, intelligente Automationskonzepte oder integrierte Dreh-Laser-Hybridsysteme setzen immer wieder neue Maßstäbe bei der wirtschaftlichen Fertigung komplexer Präzisionsteile. Dabei verbindet Citizen japanische Technologiekompetenz mit deutscher Ingenieurskunst – eine Kombination, die weltweit geschätzt wird.
Bereits heute verantwortet CME vom Standort Esslingen aus, den Vertrieb und Service der Citizen-Drehmaschinen in Europa. Ergänzend entwickelt das Unternehmen mit seiner eigenen Engineeringkompetenz maßgeschneiderte Automationslösungen, die Maschinen, Prozesse und Peripherie optimal miteinander vernetzen und so effiziente, zukunftssichere Fertigungskonzepte aus einer Hand ermöglichen.
Blick in die zukünftige Montagehalle der neuen Europazentrale: Hier werden künftig Citizen-Drehmaschinen aufgebaut, kundenspezifisch angepasst und für die Auslieferung vorbereitet.
Strategische Standortentscheidung
Der Neubau markiert für Citizen einen wichtigen Schritt in der langfristigen Standortentwicklung. „Wir waren rund 30 Jahre in Esslingen. Als ich vor etwa fünf Jahren die Idee für einen neuen Standort entwickelt habe, war für mich klar: Jetzt müssen wir für die nächsten 30 Jahre planen“, erläuterte Markus Reißig, Geschäftsführer der Citizen Machinery Europe GmbH, beim Richtfest.
Das Grundstück im Gewerbegebiet Ostfildern, Scharnhausen-West überzeugte insbesondere durch seine zentrale Lage im Großraum Stuttgart. Die Nähe zum Flughafen, zur Autobahn und zur Messe Stuttgart sowie die Anbindung an die ICE-Strecke bietet ideale Voraussetzungen für internationale Geschäftsbeziehungen.
Traditioneller Moment beim Richtfest: Markus Reißig, Geschäftsführer der Citizen Machinery Europe GmbH und Veronica Neumeister, Leitung Bauausschuss CME, präsentieren die symbolisch übergebenen Nägel des Richtfests.
Montage, Service und Logistik unter einem Dach
Die Maschinen werden in den Citizen-Produktionswerken in Japan, Thailand und auf den Philippinen gefertigt und anschließend nach Deutschland geliefert. Bereits heute werden sie am Standort Esslingen aufgebaut und an die kundenspezifischen Anforderungen angepasst, bevor sie an die Anwender ausgeliefert werden. Mit der neuen Europazentrale in Ostfildern schafft Citizen Machinery Europe zusätzliche Kapazitäten und optimale infrastrukturelle Voraussetzungen, um diese Prozesse künftig noch effizienter zu gestalten.
Ein zentraler Bestandteil des Neubaus ist daher eine großzügig dimensionierte Montagehalle, in der Maschinen installiert, getestet und individuell konfiguriert werden. Ergänzt wird der Standort durch ein umfangreiches, automatisiertes Ersatzteillager für den europäischen Markt. „Wenn bei unseren Kunden eine Maschine stillsteht, verlieren sie sehr schnell Geld. Deshalb müssen wir innerhalb von 24 Stunden reagieren können“, betonte Markus Reißig.
Neben Produktions- und Logistikflächen entstehen auch geräumige Büro- und Kommunikationsbereiche. Citizen setzt dabei bewusst auf offene Bürostrukturen, um die Zusammenarbeit zwischen den Teams zu fördern. Darüber hinaus entsteht ein großzügiger Showroom, in dem Maschinen und Technologien präsentiert werden können, sowie eine komfortable Kantine, die bis zu 80 Gästen Platz bietet. Veranstaltungen, Schulungen und Kundenevents sollen künftig verstärkt in der neue Europazentrale in Ostfildern stattfinden. Auch innerhalb des Unternehmens ist die Vorfreude groß: Viele Mitarbeitende blicken dem Umzug an den neuen Standort bereits mit Spannung entgegen und freuen sich auf die modernen Arbeits- und Präsentationsmöglichkeiten.
Traditionell wurde das Richtfest mit dem Richtspruch der Zimmerleute vom Dachstuhl begangen.
Bauprojekt mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Neben der funktionalen Auslegung des Standorts spielt auch die nachhaltige Bau- und Energiekonzeption eine zentrale Rolle. Für die Generalplanung und Bauausführung ist die Vollack Gruppe verantwortlich, während die THOST Projektmanagement GmbH das Projektmanagement übernimmt.
„Unser Konzept für die neue Europazentrale der Citizen Machinery Europe GmbH, denkt Nachhaltigkeit von Grund auf mit – von der ressourcenschonenden Bauweise bis zur intelligenten Energietechnik“, erklärte Benjamin Reis, Partner bei der Vollack GmbH & Co. KG. „Das Ergebnis wird ein Gebäude sein, das ökologisch wie wirtschaftlich überzeugt und auch soziokulturell beste Rahmenbedingungen bietet – eine Arbeitswelt, mit der sich Menschen gerne identifizieren.“
Auch architektonisch orientiert sich der Neubau klar an der weltweiten Corporate Identity von Citizen. Das Material- und Farbkonzept greift charakteristische Elemente der Marke auf – mit weißen Metallfassaden sowie dunklen Fensterbändern und -flächen, die die Baukörper strukturieren. Gleichzeitig nimmt die Gestaltung Bezug auf die traditionsreichen Wurzeln des Mutterkonzerns in der Uhren- und Feinmechanik: Schrägstehende Stützen, markante Fensterpfosten und charakteristische Strukturen der Pfosten-Riegel-Fassade greifen gestalterische Elemente eines Uhrwerks auf und übersetzen sie in eine moderne Industriebauarchitektur.
Ein zentrales Element des Gebäudekonzepts ist die nachhaltige Energieversorgung. Diese erfolgt über ein Nahwärmenetz, das in Kombination mit Solewärmepumpen und Luft-Wasser-Wärmepumpen sowohl den Heiz- als auch den Kühlbedarf der Gebäude decken wird. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Photovoltaikanlagen auf Dachflächen und Teilen der Fassaden, die zur Eigenstromversorgung beitragen.
Weitere Fassadenflächen werden teilweise begrünt, wodurch sich positive Effekte auf das Mikroklima sowie auf die Energieeffizienz des Gebäudes ergeben. Insgesamt ist das Energiekonzept auf einen klimaneutralen Gebäudebetrieb ausgelegt und folgt damit auch den strategischen Vorgaben des japanischen Mutterkonzerns Citizen Watch Co., Ltd., der bei neuen Standorten weltweit großen Wert auf energieeffiziente und klimafreundliche Lösungen legt.
Positive Resonanz aus Stadt und Unternehmen
Auch die Stadt Ostfildern verfolgt das Projekt mit großem Interesse. Christof Bolay, Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern, begrüßte beim Richtfest die Ansiedlung des international tätigen Maschinenbauunternehmens. Citizen zählt zu den ersten Unternehmen, die sich im neuen Gewerbegebiet Scharnhausen-West ansiedeln.
Traditionell wurde das Richtfest von den Zimmerleuten mit dem Richtspruch vom Dachstuhl begleitet. Mit dem symbolischen Spruch und dem anschließenden Glas wurde dem Bauwerk Glück und gutes Gelingen für die weitere Bauphase gewünscht – ein Moment, der von den zahlreichen Gästen aufmerksam verfolgt wurde.
Beim anschließenden Rundgang über die Baustelle konnten sich die Gäste ein Bild vom Baufortschritt machen. Besonders die Mitarbeitenden von Citizen zeigten sich beeindruckt von den Dimensionen des neuen Standorts und die Vorfreude auf die zukünftige Europazentrale war deutlich spürbar.
Für Geschäftsführer Markus Reißig steht bereits heute fest, dass mit dem Neubau ein neues Kapitel beginnt. In seiner Ansprache dankte er allen Projektpartnern und beteiligten Unternehmen für die bisherige Zusammenarbeit und das Engagement auf der Baustelle. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass das Projekt weiterhin planmäßig voranschreitet. „Wir freuen uns auf die nächsten 30 Jahre hier in Ostfildern“, so Markus Reißig.
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