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TOP 100-Award: Christian Wulff würdigte Hainbuch
Anerkennung für beeindruckende Innovationsleistungen: Christian Wulff gratuliert der Hainbuch GmbH aus Marbach zum Sprung in die TOP 100. Die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit fand am Freitag, 26. Juni, in Heidelberg für alle Mittelständler statt, die am Jahresanfang mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden sind. Der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident begleitete den zum 33. Mal ausgetragenen Innovationswettbewerb als Mentor.
Bei der Preisverleihung in Heidelberg gratulierte Christian Wulff persönlich zum Erfolg. (Bild: KD Busch/compamedia)
TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 27 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Mentor von TOP 100 ist der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident Christian Wulff. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW. Das Magazin manager magazin begleitet den Unternehmensvergleich als Medienpartner, das Magazin „Zeit für Unternehmer“ als Kooperationspartner.
In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte Hainbuch in der Größenklasse C (über 200 Mitarbeiter in Deutschland) besonders in den Kategorien Innovationsklima und Innovationsförderndes Top-Management.
In dem anlässlich der Auszeichnung veröffentlichten TOP 100-Unternehmensporträt heißt es: Wenn man für den Wechsel eines Spannmittels nicht mehr eine halbe Stunde benötigt, sondern nur wenige Minuten, steigt die Wirtschaftlichkeit vieler Aufträge deutlich. An diesem Hebel arbeitet die Hainbuch GmbH. Sie entwickelt Spannmittel, also die „Hände“ der Werkzeugmaschinen, und modulare Spannsysteme. Über Schnellwechselschnittstellen verkürzt das Unternehmen die Umbauzeit zwischen Aufträgen und macht damit kleine Losgrößen wirtschaftlicher.
Eine Roadmap zeigt, wie stark das Top-Management Standards und Automatisierbarkeit in den Mittelpunkt stellt: Aus einer vor mehr als 20 Jahren eingeführten Schnellwechselschnittstelle wurde Schritt für Schritt die zentrale Schnittstelle eines ganzen Spannbaukastens. Wenn Geschäftsführung, Entwicklung und Produktmanagement über nächste Schritte beraten, treffen Strategie und Feedback aus der Praxis aufeinander. „Der Punkt, an dem wir sagen: ‚Das machen wir jetzt‘, entsteht meist, wenn eine belastbare Faktenlage und die Eigentümerperspektive zusammenkommen“, sagt Sylvia Rall, geschäftsführende Gesellschafterin.
Erfahrung und Experimente
Im Alltag stützt sich diese Strategie auf ein Innovationsklima, in dem Experimente erlaubt sind: Viele Mitarbeiter sind seit Jahren im Unternehmen, kennen Kundenprozesse genau und bringen ihr Wissen in gemeinsame Runden ein. In der Hainbuch-Akademie und bei Formaten wie dem Hainbuch-Forum erleben Kunden neue Spann- und Automationslösungen live, schildern ihre eigenen Fertigungsprobleme und stoßen damit konkrete Entwicklungsimpulse an. Die Eigentümerfamilie akzeptiert ausdrücklich, dass Produkte auch wieder eingestellt werden können. „Es gehört zu unserer Innovationskultur, Dinge auszuprobieren und notfalls zu korrigieren. Nicht jede Neuheit wird ein Kassenschlager“, sagt Sylvia Rall.
Aus Kundenaufträgen werden skalierbare Standards
So wächst nach und nach ein Baukastensystem, in dem aus individuellen Kundenanforderungen immer wieder neue Standardbausteine entstehen, die Rüstzeiten senken und die Automatisierung erleichtern. Die Kombination aus modularer Spannplattform, kundennahem Austausch und einem innovationsfördern-den Top-Management macht Hainbuch zu einem Beispiel dafür, wie strukturelle Innovation im industriellen Mittelstand funktionieren kann. Künftig will der Mittelständler sein Portfolio mit weiteren Schnellwechselschnittstellen und Automationslösungen vertiefen, damit Kunden mit Variantenvielfalt und steigen-dem Effizienzdruck besser umgehen können.

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