Sinumerik Tech Days als Wissensplattform für Maschinenbau-Innovationen

Die Sinumerik ist längst nicht mehr nur NC-Steuerung, sondern als Teil des Siemens Xcelerator Portfolios eine offene Plattform für die Digitalisierung von Maschinen und Anlagen. Wie man diese Möglichkeiten für Innovation an der Maschine nutzt, war Thema bei den 1. Sinumerik Tech-Days. Mit zukunftsgerichteten Fachvorträgen, Produktankündigungen, Live-Demos und Praxisbeispielen bot das Event Systemintegratoren und Maschinenbauern geballte Information und Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Trends und konkrete Entwicklungen bei den eingesetzten Technologien.

Im Nationalpark-Resorthotel Dilly in Windischgarsten boten die Sinumerik Tech Days am 14. und 15. Mai 2025 Systemintegratoren und Maschinenbauern geballte Information und Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Trends und konkrete Entwicklungen bei den eingesetzten Technologien. Bild: Siemens (KI-generiert)

Im Nationalpark-Resorthotel Dilly in Windischgarsten boten die Sinumerik Tech Days am 14. und 15. Mai 2025 Systemintegratoren und Maschinenbauern geballte Information und Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Trends und konkrete Entwicklungen bei den eingesetzten Technologien. Bild: Siemens (KI-generiert)

Ing. Matthias Kneissl B.Eng.
Head of Machine Tool Systems, Siemens AG Österreich

„Mit dem Siemens Xcelerator geben wir den österreichischen Maschinenbauern und Systemintegratoren die Technologien in die Hand, mit denen sie auf dem Weltmarkt die besten Chancen haben. Ziel der Sinumerik Tech Days war, die Chancen dieses Angebotes bewusst und erlebbar zu machen.“

Die Digitalisierung im Maschinenbau ist in aller Munde. Dabei ist sie keineswegs neu, sie begann mit numerischen Steuerungen (Numeric Control; NC) für Maschinenachsen. Seit 60 Jahren tragen NC-Steuerungen von Siemens den Namen Sinumerik. Sie entwickelten sich in dieser Zeit über verschiedene computerbasierte CNC-Varianten bis zur nativ-digitalen Sinumerik ONE, deren Markteinführung vor sechs Jahren erfolgte.

Die Sinumerik zählt unbestritten zu den weltweit führenden und meistverwendeten Steuerungen für Werkzeugmaschinen. Durch Integration aller relevanten Themen wie der Sensorik, Bildverarbeitung und Antriebstechnik, der Visualisierung, der direkten Ansteuerung von Roboterkinematiken sowie von Safety und Security bildet sie alle Aspekte von Maschinen, Zellen und Linien ab.

Neben Fachvorträgen und konkreten Produktvorstellungen machten Live-Demos zu unterschiedlichen Themen die Innovationen direkt erlebbar.

Neben Fachvorträgen und konkreten Produktvorstellungen machten Live-Demos zu unterschiedlichen Themen die Innovationen direkt erlebbar.

Volker Wolff
Vice President Machine Tool Systems, Siemens AG

„Ich bin beeindruckt von der Teilnehmerzahl, aber auch von der Breite und Tiefe der Interaktion auf den 1. Sinumerik Tech Days. Diese werden sicher nicht die letzten sein, denn mit der Offenheit der Systemplattform wachsen die Themen und damit der Bedarf an Information und Austausch.“

Steigende Komplexität

„Mit der wachsenden Komplexität von Maschinen und Anlagen steigt auch die Themenvielfalt, die wir in und um unsere Sinumerik-Steuerungen berücksichtigen müssen“, weiß Ing. Matthias Kneissl B.Eng., Head of Machine Tool Systems bei der Siemens AG Österreich. „Um Maschinenbauern und Integratoren die Möglichkeit zu geben, sich aus erster Hand umfassend über die zahlreichen Weiterentwicklungen und Use Cases rund um die Sinumerik zu informieren, veranstalteten wir heuer erstmals die Sinumerik Tech Days.“

Der Bedarf war offensichtlich gegeben; mit rund 80 Teilnehmern von führenden österreichischen Maschinenherstellern und Systemintegratoren waren die Sinumerik Tech Days 2025 voll ausgebucht. Sie fanden am 14. und 15. Mai 2025 bei echtem Kaiserwetter im Nationalpark-Resorthotel Dilly in Windischgarsten statt, wo auch der österreichische Fußballbund seine Klausuren abhält. Passend dazu bot am Abend des ersten Tages der „Sinumerik Footgolf Cup“ zusätzliche Gelegenheiten zum Netzwerken.

Als besonders wertvoll empfanden die Teilnehmer die zahlreichen Möglichkeiten zum informellen Austausch.

Als besonders wertvoll empfanden die Teilnehmer die zahlreichen Möglichkeiten zum informellen Austausch.

Geballte Zukunfts-Infos

Diese Auflockerung war auch bewusst Teil des sonst tief technisch dominierten Programms. Unter anderem eröffnete Volker Wolff, Vice President Machine Tool Systems bei der Siemens AG, mit seiner Keynote „Insights und Ausblick aus dem Sinumerik Produktmanagement“ einen weiten Blick in die Zukunft. Dieser wurde ergänzt durch konkrete News zu Erweiterungen der Portfolios bei Sinumerik One, der Antriebstechnik, aber auch bei Simatic und dem TIA-Portal sowie dem Siemens Xcelerator CNC-Digitalisierungsportfolio Machinum.

Tiefe Einblicke gewährten Siemens-Mitarbeiter mit Live-Demos zu so unterschiedlichen Themen wie dem Arbeiten mit Sinumerik BasicProgramPlus, der Visualisierung mit CMH/WinCCUnified oder CreateMyHMI oder den Sinumerik Security Funktionen. Dazu war nicht nur vor Ort ein Testaufbau installiert. Dieser kommunizierte auch mit einem abgesetzten Anlagenteil in Wien, um standortübergreifendes Arbeiten zu demonstrieren.

Forschung und Realität

Siemens maßt sich nicht an, alles selbst erfinden zu können, sondern kooperiert auch sehr eng mit Forschungsinstituten und Partnern. So präsentierte etwa Gernot Mauthner vom Institut für Fertigungstechnik (IFT) der TU Wien die Aktivitäten in der IFT Pilotfabrikszelle Seestadt zum Closed-Loop Manufacturing. Dazu gehören etwa die Entwicklung einer innovativen „In-Prozess-Sensorik“ direkt am Zerspanungswerkzeug oder die Anpassung von Vorschub bzw. Spindeldrehzahl auf der Grundlage einer datenbasierten Werkzeugverschleißdetektion sowie als Konsequenz aus beidem eine sich selbst optimierende Maschine.

Auf begeisterte Resonanz stieß die Präsentation konkreter Anwendungsfälle für top-aktuelle Technologiethemen. So referierte Sven Tauchman von Siemens über neue Chancen durch eine neue Art von CNC-Robotern mit steiferer Kinematik, dem MachineToolRobot. Anschließend präsentierte Thomas Gramberger von Fill bereits umgesetzte Projekte des präzisen Fill Accubot für Anwendungen in der zerstörungsfeien Werkstoffprüfung und in der Zerspanung. Auch in den Pausen wurde die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Anwendern rege genutzt.

„Es ist uns bei den Sinumerik Tech Days offenbar gelungen, die enorme Fülle des Angebotes rund um die Sinumerik bewusst und erlebbar zu machen“, resümiert Matthias Kneissl abschließend. „Angesichts der enorm positiven Rückmeldungen, freue ich mich bereits heute auf ähnliche Veranstaltungen in der Zukunft.“

DI Alois Wiesinger MSc
Geschäftsführer der Fill Gesellschaft m.b.H.

„Siemens ist für uns ein strategischer Partner, wenn es um die Entwicklung zukünftiger Maschinen und Anlagen geht. Auf den Sinumerik Tech Days gewinne ich einen umfassenden Überblick über Lösungsansätze für die anstehenden Zukunftsthemen.“

Produkt im Bericht

<b>Siemens AG Österreich Sinumerik One: </b>Sinumerik ONE ist ein High-End-CNC-System für hochproduktive Werkzeugmaschinen mit integriertem Digitalen Zwilling.

Siemens AG Österreich Sinumerik One

Sinumerik ONE ist ein High-End-CNC-System für hochproduktive Werkzeugmaschinen mit integriertem Digitalen Zwilling.

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