interview

Digitaler Auslegungsassistent für Zerspanungswerkzeuge

Mit Walter Innotime bietet der Zerspanungsspezialist den weltweit ersten digitalen Assistenten für eine rasche und unkomplizierte Werkzeugauslegung: Die Web-Anwendung soll bestehende Walter-Systeme mit der Engineering Kompetenz der Walter-Mitarbeiter verknüpfen. Was hinter dem visionären Beratungsassistenten steckt, erklärt uns Dr. Michael Hepp, Vice President Digital Transformation & IT bei Walter. Das Gespräch führte Robert Fraunberger, x-technik

Dr. Michael Hepp, Vice President Digital Transformation & IT bei Walter.

Dr. Michael Hepp, Vice President Digital Transformation & IT bei Walter.

Features Walter Innotime

• Schnelle, effiziente Werkzeuglösung – digital und transparent
• Alle benötigten Werkzeuge (inkl. Anzahl, Preis und Bearbeitungsparametern) in kürzester Zeit
• Benutzerfreundliche Drag&drop-Oberfläche
• Einfach 3D-Daten des Bauteils hochladen und schnellstens ein valides Angebot erhalten
• Unterstützung aller gängigen 3D-Formate
• 24/7 von Walter Engineering Kompetenz profitieren

Herr Hepp, Sie versprechen mit Walter Innotime eine digitale Bauteilauslegung. Was steckt dahinter?

Basierend auf dem 3D-Modell des zu fertigenden Bauteils ermittelt Walter Innotime die Zerspanungsoperation und empfiehlt für die einzelnen Operationen das ideale Walter-Werkzeug. Dieses Ergebnis wird nochmals durch einen erfahrenen Walter-Ingenieur geprüft, woraufhin ein Werkzeugangebot für das zu fertigende Bauteil abgeleitet wird.

Basierend auf dem 3D-Modell des zu fertigenden Bauteils ermittelt Walter Innotime die Zerspanungsoperation und empfiehlt für die einzelnen Operationen das ideale Walter-Werkzeug.

Basierend auf dem 3D-Modell des zu fertigenden Bauteils ermittelt Walter Innotime die Zerspanungsoperation und empfiehlt für die einzelnen Operationen das ideale Walter-Werkzeug.

Wie profitiert der Kunde von der neuen Softwarelösung?

Der Kunde bekommt Werkzeugangebote für ein zu fertigendes Bauteil innerhalb von Tagen, welches früher bzw. im Branchendurchschnitt Wochen gedauert hat. Und Werkzeugangebote, die früher bzw. im Branchendurchschnitt Tage gedauert haben, jetzt innerhalb von Stunden.

Fallen dabei Kosten an?

Der Kunde erhält ein bestellfähiges Angebot für ein zu fertigendes Bauteil. Für dieses Ergebnis von Walter Innotime fallen für den Kunden natürlich keine Kosten an.

Wie lange wurde Walter Innotime entwickelt?

Von der Idee bis zur Freigabe auf der Webseite hat es in Summe 12 Monate benötigt. Die reine Entwicklung und Implementierung haben neun Monate gedauert.

Sie sprechen von Künstlicher Intelligenz – können Sie das näher erläutern?

Von Künstlicher Intelligenz würde ich nicht sprechen. Ich würde es als intelligenten Algorithmus bezeichnen.

Wie berücksichtigt Walter Innotime auch kundenspezifische Unterschiede wie Spannmittel, Kühlschmierstoffe, CAM-System oder den Faktor Mensch?

Walter Innotime berücksichtigt Kühlschmierstoffe, insofern die Werkzeugmaschine im System GPS angelegt ist. Spannmittel und CAM-Systeme werden derzeit nicht berücksichtigt.

Welche Programmiersprache bzw. Datenbanklösung verwenden Sie?

Wir verwenden die Software-Plattform .Net Framework und die Programmiersprache Angular 9.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Walter Innotime an?

Grundsätzlich können wir alle Kunden, die passende Walter-Werkzeuge für mehrere Operationen an einem Bauteil suchen, unterstützen. Derzeit wird die Anwendung überwiegend von Zerspanungsunternehmen mit kleinen bis mittleren Losgrößen in der Zuliefererindustrie genutzt. In der Regel weniger komplexe Bauteile, die für eine produktive Bearbeitung keine spezifischen Werkzeuge benötigen.

Ist es auch geplant, dass Kunden die Software selbstständig verwenden?

Das ist geplant. Perspektivisch möchten wir auch dem Kunden die Möglichkeit geben, Walter Innotime vollständig zu nutzen. So gesehen, kann der Kunde schon heute Teile von Walter Innotime nutzen. Er kann sein Bauteil selbst hochladen und spezifizieren.

Können auch Zerspanungswerkzeuge anderer Hersteller in die Lösung eingebunden werden?

Das ist aktuell nicht in Planung.

Welche weiteren Ziele verfolgen Sie mit dem digitalen Auslegungsassistenten?

Das Ziel ist, Walter Innotime so zu erweitern, dass auch für komplexere 3D-Bauteile die Zerspanungsoperationen ermittelt werden. Inklusive der Werkzeugempfehlung für die einzelnen Operationen. In weiteren Schritten werden noch mehr Bearbeitungsanwendungen hinzukommen. Zudem werden ein Loch- & Flächenplan sowie maschinengerechte Informationen (NC) bereitgestellt.

Danke für das Gespräch.

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