anwenderreportage
Stiwa steigert Termintreue mit KI-gestütztem APS-System von Inform
Zur transparenten und vereinfachten Planung der Produktion von Fertigungsteilen und Baugruppen setzt Stiwa in der Feinplanung auf das intelligente Advanced Planning and Scheduling (APS)-System Felios des Softwareunternehmens Inform. Im Ergebnis steigerte der Produktions- und Automationsspezialist die Termintreue auf konstant über 90 Prozent und reduzierte die Standarddurchlaufzeiten um fünf Tage.
Transparenz und Effizienz in der Produktionsplanung dank KI-gestütztem APS-System Felios. (Bilder: Stiwa)
Anwender: Stiwa Holding
Die Stiwa Group steht für hochautomatisierte Fertigung in Millionen-Stückzahlen, kompromisslose Qualität und Taktzeiten deutlich unter einer Sekunde. Aus einem oberösterreichischen Ein-Mann-Betrieb entstand in über 50 Jahren eine international agierende Unternehmensgruppe und ein weltweit führender Spezialist für Automation, Manufacturing und Software. Gegründet 1972 von Walter Sticht, vereint Stiwa heute mehrere operative Tochterunternehmen unter dem Dach der Stiwa Holding. Das Zusammenspiel ihrer strategischen Geschäftsfelder bildet die Basis für innovative Produktionslösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
STIWA Holding GmbH
Salzburger Straße 52
A-4800 Attnang Puchheim
http://www.stiwa.com
Steigende Auftragseingänge und höhere Maschinenlaufzeiten stellten den Geschäftsbereich Manufacturing bei Stiwa in der Vergangenheit vor Herausforderungen in der Produktionsplanung. Fehlende Transparenz über Liefertermine und eine unzureichende Ressourcenplanung führten dazu, dass Engpässe oft zu spät erkannt und nicht rechtzeitig behoben werden konnten. Mit der Einführung des KI-gestützten APS-Systems Felios verfügt Stiwa nun über eine zentrale, transparente und bereichsübergreifende Produktionsplanung. Die Software kommt sowohl in der Einzelteil- als auch in der Serienfertigung zum Einsatz. In der Einzelteilfertigung steuert das APS-System die Reihenfolge von rund 15.000 Fertigungsaufträgen mit insgesamt 80.000 Arbeitsgängen, die parallel durch die Produktion laufen. Eine Komplexität, die ohne eine intelligente Unterstützung kaum beherrschbar wäre.
In der Einzelteilfertigung steuert das APS-System die Reihenfolge von rund 15.000 Fertigungsaufträgen mit insgesamt 80.000 Arbeitsgängen, die parallel durch die Produktion laufen.
Ganzheitliche Transparenz
„Felios ermöglicht uns eine ganzheitliche, bereichsübergreifende Sicht auf unsere Auftragsnetze, wodurch wir nicht mehr auf fünf verschiedene Grafiken und Excel-Dateien angewiesen sind und unser gemeinsames Ziel im Fokus behalten“, betont Bernhard Vogl, Felios-Projektleiter bei Stiwa. Basierend auf den Daten des ERP-Systems übernehmen die entscheidungsintelligenten Algorithmen des APS-Systems alle planungsrelevanten Daten, um unter Berücksichtigung der real verfügbaren, begrenzten Ressourcen und Kapazitäten Terminpläne zu generieren. „Daraus entsteht ein optimierter Produktionsplan, ausgerichtet auf das bestmögliche Gesamtergebnis und maximale Termintreue über das gesamte Fertigungsnetz hinweg“, unterstreicht Vogl.
Dank der optimierten Planung stieg die Termintreue bei Stiwa von zuvor rund 60 bis 70 Prozent auf konstant über 90 Prozent. Gleichzeitig reduzierten sich die Durchlaufzeiten um durchschnittlich fünf Tage. Auch in der Serienfertigung brachte Felios rasch messbare Verbesserungen. Hier sorgt das System für eine vollständige Digitalisierung und Automatisierung der Auftragsabwicklung vom Kunden bis zum Lieferanten. Ein weiterer Erfolg war die Integration der Schichtplanung, da nun alle Informationen mit einem kurzfristigen Horizont von drei Wochen aus der Personalplanung der Produktion abgerufen werden können. Dies ermöglicht eine sehr genaue Sicht auf Bedarfe und Output, ohne zusätzlichen Aufwand in der Organisation zu verursachen. Die frühzeitige Einbindung aller Abteilungen sicherte zudem eine reibungslose Umsetzung und eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitenden.
Globaler Ausbau der Produktionsoptimierung
Nach dem erfolgreichen Einsatz in Österreich plant Stiwa nun die internationale Ausweitung. Künftig sollen auch die Standorte in den USA und China an Felios angebunden werden. Ziel ist es, eine globale Vernetzung und Optimierung der Produktionsprozesse zu erreichen und damit nicht nur die Effizienz, sondern auch die Reaktionsfähigkeit auf globale Marktanforderungen zu verbessern. „Wir freuen uns, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit Inform auch auf internationaler Ebene fortzusetzen und mit einem starken Partner an unserer Seite die Herausforderungen der globalen Märkte zu meistern“, resümiert Vogl.






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