Haimer auf der EMO 2025: Modernes Werkzeugmanagement
Auf der EMO in Hannover präsentiert Haimer zahlreiche Neuheiten und praxisorientierte Systemlösungen für die moderne Fertigung – vom erweiterten Programm hochwertiger Werkzeugaufnahmen, über intelligente Digitalisierung im Werkzeugvoreinstellraum bis hin zur vollautomatischen Werkzeugvorbereitung mit dem Automation Cube One. Erstmals mit dabei: eine Automatisierungszelle zum Be- und Entladen eines vollautomatischen Microset-Voreinstellgerätes.
Mit dem Haimer Automation Cube One gelingt es innerhalb weniger Minuten, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.
„Als System- und Lösungslieferant für den Zerspanungsprozess wissen wir aus eigener Erfahrung, wie wichtig Digitalisierung und Automatisierung sind. Auf der EMO 2025 zeigen wir dementsprechende Lösungen im Werkzeugmanagement, die wir in unserer eigenen Produktion tagtäglich leben.“
Die Zukunft der Metallzerspanung ist digital und automatisiert. Davon ist Andreas Haimer, Geschäftsführer und Präsident der Haimer Group, überzeugt: „Wir als System- und Lösungslieferant für den Zerspanungsprozess wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig Digitalisierung und Automatisierung sind. Schließlich sind wir selbst ein produzierendes Unternehmen mit über 200 Werkzeugmaschinen und einem jährlichen Zerspanungsvolumen von 5.000 Tonnen. Auf der EMO 2025 zeigen wir dementsprechende Lösungen im Werkzeugmanagement, die wir in unserer eigenen Produktion tagtäglich leben.“
Das Haimer Hybrid Chuck kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungs-Schrumpffutters.
Digitalisierung zahlt sich aus
Bestes Beispiel ist ein Werkzeugvoreinstellraum, den Haimer auf dem Messestand exakt so aufgebaut hat, dass er dem der Produktionsstandorte in Igenhausen und Motzenhofen entspricht. Dieser „Tool Room of the Future“ enthält aktuelle Schrumpf-, Wucht und Voreinstellgeräte in i4.0-Version, die mit RFID-Chip und Scanner ausgestattet sind.
Sie sind mit dem neuen Haimer Tool Room Manager (TRM) verbunden, der die Prozesse im Werkzeugvoreinstellraum überwacht und dokumentiert und die Einhaltung der vorgegebenen Toleranzen trackt. „Der Anwender erhält täglich Auswertungen zu seinen Werkzeugen und über sämtliche Schrumpf-, Wucht- und Messvorgänge. Er kann diese analysieren und hat damit einen sofortigen Nutzen von der Digitalisierung“, veranschaulicht Andreas Haimer.
Als Highlight für alle Kunden verlost Haimer einen Tool Room of the Future im Gesamtwert von mehr als 70.000 Euro (mit Schrumpfgerät, Voreinstellgerät, WinTool-Lizenz und Toolbase-Werkzeugausgabesystem) exklusiv auf dem Messestand unter allen Besuchern.
Den neuen VHM-Schaftfräser Panther Mill gibt es mit Glatt-, Safe-Lock- und Weldonschaft.
Eindeutig gekennzeichnet
Damit die digitalen Prozesse im Werkzeugmanagement zuverlässig funktionieren, sollten die Werkzeuge bzw. deren Spannfutter möglichst eindeutig gekennzeichnet sein. Haimer liefert daher alle Werkzeugaufnahmen mit einer Unique ID aus – in Form eines eingelaserten, eindeutigen Data-Matrix-Codes, der jegliche Verwechslung ausschließt. Zudem lassen sich damit zu jedem Werkzeug verschiedenste (Rüst)Informationen in der Datenbank des TRM hinterlegen und bei Bedarf abrufen.
Eine zentrale Rolle im Haimer-Werkzeugmanagement spielt die Software WinTool, die Daten von Werkzeugen, Betriebsmitteln, Maschinenprogrammen, Prozessen und Stammdaten verwaltet. Haimer ist mit 25 Prozent an der WinTool AG beteiligt und strategischer Partner der TCM-Gruppe. „Deren Produktlinien WinTool und Toolbase, intelligente Werkzeugausgabesysteme, gehören seitdem zu unserem Lieferprogramm“, erklärt Andreas Haimer. „Auf dem Messestand werden wir vorführen, wie unkompliziert sich in Sekunden ein Digitaler Zwilling eines Komplettwerkzeugs erstellen lässt, wenn die Stammdaten in WinTool vorliegen.“ Diesbezüglich ist Haimer bereits in Vorleistung gegangen und hat für seine Werkzeugaufnahmen sämtliche Parameter, Step- und DXF-Daten gemäß DIN 4000 bzw. ISO 13399 aufbereitet. Die Daten sind auf der Haimer-Website und der Datenplattform Tooltracer für jeden zugänglich und downloadbar.
Automatisierung entlastet Facharbeiter
Neben der Digitalisierung ist auch die Automatisierung ein dominierendes Thema auf dem Messestand. Wie schon auf der letzten EMO und der AMB zeigt Haimer seinen vollautomatisierten Automation Cube One. Er erledigt das Aus- und Einschrumpfen sowie das Vermessen von Gesamtwerkzeugen automatisch und kann dabei bis zu drei verschiedene Werkzeugschnittstellen gleichzeitig managen. Bis zu zwölf Achsen stehen für das Teilehandling zur Verfügung. So gelingt es dem Automation Cube One in Minutenfrist, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.
In die aktuelle Version sind nochmals einige Optimierungen eingeflossen. Dazu zählt beispielsweise ein geänderter Ablauf beim Einsetzen des Werkzeugs ins Futter, der Bedienerfehler ausschließt. Dazu trägt unter anderem ein ergänztes Keyence-Kamerasystem bei, das am Werkzeug verschiedene Merkmale überprüft und bei Fehlern ein Ausschleusen des Werkzeugs veranlasst. Neu ist außerdem ein integriertes Ultraschallreinigungsbad.
Der Automation Cube One lohnt sich vor allem für Unternehmen mit einer Vielzahl an Werkzeugwechseln pro Tag. Eine Automatisierung im Werkzeugmanagement ist jedoch für viele Anwender sinnvoll. Daher stellt Haimer auf der EMO eine einfachere Automatisierungszelle vor, die mit einem Fanuc-Cobot die Be- und Entladung eines Microset VIO Voreinstellgerätes übernimmt. Sie hilft, den Engpass an qualifizierten Mitarbeitern im Bereich Werkzeugtechnologie auszugleichen und Werkzeuge, die für einen Gesamtauftrag vorbereitet werden müssen, automatisiert zu vermessen.
Hochpräzise Werkzeugspannung
Neben den Digital- und Automatisierungsentwicklungen stellt Haimer auch zahlreiche Neuheiten und Verbesserungen bei den Basiskomponenten vor. Das vor zwei Jahren erstmals präsentierte Haimer Hybrid Chuck ist inzwischen in zahlreichen Längen und Größen verfügbar. Diese Spanntechnologie kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungsschrumpffutters. „Zahlreiche Versuche und Langzeittests haben gezeigt, dass damit die Bearbeitungszeiten kürzer, die Werkzeugstandzeiten länger und die Produktivität merklich höher werden“, unterstreicht Andreas Haimer,
Auch das Mikrospannzangenfutter Micro Collet Chuck ist mittlerweile zur Serienreife gelangt. Es eignet sich für Schaftdurchmesser ab 1,0 mm und bietet hohen Rundlauf bei gleichzeitig einfacher Handhabung. Zudem hat Haimer sein Angebot an PSC-Werkzeugaufnahmen mit Polygonschaft ISO 26623 erweitert. Neben den bisher verfügbaren Größen PSC32/40/50/63 sind jetzt auch PSC80-Aufnahmen im Sortiment – selbsterklärend mit Kühlmittelübergaberohren der neuesten Norm entsprechend.
Gefräßiger VHM-Schaftfräser
Der neue Vollhartmetall-Schaftfräser Panther Mill von Haimer ist speziell für die Bearbeitung von Stahl- und rostfreien Werkstoffen ausgelegt. Er eignet sich für unterschiedliche Anwendungen wie das Besäumen, Nuten, Wälzen oder Rampen. Die Werkzeuggeometrie wurde für eine hohe Prozesssicherheit und Produktivität optimiert: Vier Schneiden mit ungleicher Teilung, eine speziell abgestimmte Schneiden- und Stirngeometrie sowie ein Drallwinkel von 36°/38° tragen zur Leistungssteigerung bei.
Haimer auf der EMO: Halle 4, C08
Produkte im Bericht
Haimer Automation Cube One
Die automatisierte Schrumpf- und Voreinstellzelle: Der integrierte Cobot und die Nutzung von zwölf Achsen ermöglichen das vollständig autonome Ein- und Ausschrumpfen sowie das präzise Vermessen von Werkzeugen.
Haimer Panther Mill
Der Vollhartmetall-Schaftfräser Panther Mill von Haimer ist speziell für die Bearbeitung von Stahl- und rostfreien Werkstoffen ausgelegt. Er eignet sich für unterschiedliche Anwendungen wie das Besäumen, Nuten, Wälzen oder Rampen. Die Werkzeuggeometrie wurde für eine hohe Prozesssicherheit und Produktivität optimiert: Vier Schneiden mit ungleicher Teilung, eine speziell abgestimmte Schneiden- und Stirngeometrie sowie ein Drallwinkel von 36°/38° tragen zur Leistungssteigerung bei.





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