Intertool 2026 wird zur Bühne für ganzheitliche Fertigungskonzepte
Die Fertigung steht unter Druck und zugleich vor enormen Chancen. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, volatile Losgrößen und wachsende Qualitätsanforderungen verlangen nach durchgängigen, wirtschaftlichen und digital vernetzten Produktionslösungen. Auf der Intertool X Schweissen 2026 in Wels zeigen führende Hersteller und Technologiepartner, wie moderne Werkzeugmaschinen, intelligente Automationskonzepte und Digitale Zwillinge zusammenspielen – vom Shopfloor bis in die virtuelle Welt. Wer seine Wettbewerbsfähigkeit gezielt stärken will, findet in Wels praxisnahe Lösungen und strategische Impulse.
Intertool X Schweissen 2026 in Wels: Werkzeugmaschinen, Automation und Digitalisierung wachsen zu ganzheitlichen Produktionssystemen zusammen – live erlebbar als durchgängige Prozessketten vom Digitalen Zwilling bis zur mannlosen Fertigung.
„Die Lösungen von Emco verbinden Präzision, Effizienz und Zuverlässigkeit zu einem wirtschaftlichen Gesamtkonzept. Auf der Intertool X Schweissen zeigen wir, wie moderne Werkzeugmaschinen echte Wettbewerbsvorteile schaffen.“
Produktivität entsteht heute nicht mehr isoliert an der Maschine, sondern im Zusammenspiel aus leistungsfähiger Hardware, durchdachter Automation und intelligenter Software. Hochdynamische Bearbeitungszentren, flexible Robotiklösungen, Digitale Zwillinge und KI-gestützte Optimierungstools greifen ineinander und schaffen durchgängige Prozessketten – von der NC-Programmierung über die Simulation bis hin zur mannlosen Fertigung. Genau dieses vernetzte Denken prägt das Messegeschehen in Wels und zeigt, wie sich Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig absichern lässt.
Blick auf die Roboterbeladung der Hermle C 12 mit RS 05-2: Das kompakte Robotersystem übernimmt das flexible Werkstückhandling für die automatisierte 24/7-Fertigung kleiner und mittlerer Bauteile.
„Automatisierung ist heute kein Nice-to-have mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Auf der Intertool X Schweissen zeigen wir, wie sich mit durchgängigen Lösungen Produktivität und Prozesssicherheit nachhaltig steigern lassen.“
5-Achs-Kompetenz trifft hybride Automation
Die Reduktion von Aufspannungen, Rüstzeiten und manuellen Eingriffen bleibt ein zentraler Hebel für mehr Effizienz. Mehrere Aussteller zeigen daher leistungsstarke Multi-Tasking- und 5-Achs-Lösungen. Die Okuma Austria GmbH präsentiert mit der MU 4000 ein Universal-5-Achs-Bearbeitungszentrum für Werkzeug- und Formenbau sowie hochkomplexe Bauteile aus Luftfahrt, Medizintechnik und Maschinenbau. Hohe Verfahrensgeschwindigkeiten, Zerspanungsleistung und ein großzügig dimensionierter Arbeitsraum prädestinieren die Maschine für die 5-Seiten- und 5-Achsen-Simultanbearbeitung.
In Kombination mit der Promro Hybrid ID 50 entsteht ein praxisnahes Gesamtkonzept: Die hybride Paletten- und Werkstückhandhabung richtet sich gezielt an Lohnfertiger mit wechselnden Bauteilen und Losgrößen. Herzstück ist der R-C2-Zentrischspanner von Gressel, der gleichzeitig Greifer, Spannmittel und Palette ist. „Viele Betriebe stehen aktuell massiv unter Druck – steigende Kosten, der Mangel an qualifizierten Fachkräften sowie wachsende Anforderungen an Lieferfähigkeit und Qualität fordern die Unternehmen täglich heraus. Genau deshalb ist Automatisierung heute kein Nice-to-have mehr, sondern ein entscheidender Hebel, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Anton Köller, Geschäftsführer Okuma Austria.
Die High-End-CNC-Steuerung Siemens Sinumerik ONE mit Digitalem Zwilling (xMVM) ermöglicht virtuelle Inbetriebnahme, verkürzte Programmierzeiten und maximale Prozesssicherheit vor dem ersten Span.
Komplettbearbeitung als Produktivitätsmotor
Komplettbearbeitung ist einer der wirkungsvollsten Hebel zur Steigerung von Produktivität und Prozesssicherheit. Die Emco GmbH unterstreicht diesen Ansatz mit einem breit aufgestellten Maschinenportfolio. In Wels zeigt das Unternehmen das Dreh-Fräszentrum Hyperturn 65 Powermill HP, das anspruchsvolle Komplettbearbeitung in einer Maschine vereint, die 5-Achs-Fräsmaschine Umill 1000 für präzise und flexible Bearbeitungsaufgaben sowie die neue Universal-Drehmaschine Universalturn 50, die auf wirtschaftliche und vielseitige Anwendungen ausgelegt ist. Neben der reinen Maschinenperformance stellt Emco die Themen Digitalisierung und Automatisierung in den Vordergrund. „Unser Fokus liegt auf zukunftsorientierten Lösungen, die moderne Fertigungsprozesse optimieren und unseren Kunden nachhaltige Wettbewerbsvorteile bieten. Der persönliche Austausch mit Fachbesuchern steht für uns im Mittelpunkt“, betont Jörg Weinkogel, CSO von Emco.
Die WFL Millturn Technologies GmbH & Co. KG rückt mit der M30-G Millturn ebenfalls die Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke ins Zentrum. Die Maschine ist für Wellen- und Spannteile bis 520 mm Schwenkbereich und 2.000 mm Bearbeitungslänge ausgelegt. Ein massives Schrägbett aus Grauguss, breite Führungsabstände und minimale Distanzen von der Zerspanungsstelle zu den Führungen sorgen für Steifigkeit und Präzision. Groß dimensionierte Wälzführungen sowie optimierte Leitbleche garantieren Tragfähigkeit und Spänefluss. Neben der Hardware informiert WFL über aktuelle Entwicklungen in Automatisierung und Software. „Der direkte Dialog mit unseren Kunden und Partnern ist für uns besonders wertvoll. Nur durch den persönlichen Austausch entstehen Lösungen, die in der Praxis überzeugen“, so Christian Jagersberger, Vice President Sales.
Das universelle 5-Achs-Bearbeitungszentrum DMU 60 Evolution von DMG Mori steht für präzise und flexible Komplettbearbeitung – integriert in ganzheitliche Automations- und Digitalisierungskonzepte im Sinne der MX-Strategie.
„Komplettbearbeitung schafft Produktivität, Präzision und Prozesssicherheit in einer Aufspannung. Auf der Intertool X Schweissen setzen wir auf den direkten Dialog, um gemeinsam praxisnahe Lösungen für anspruchsvolle Fertigungsaufgaben zu entwickeln.“
Multi-Tasking neu gedacht
Mit der Integrex j-200S NEO mit Gegenspindel zeigt die Yamazaki Mazak Deutschland GmbH die Weiterentwicklung seiner Multi-Tasking-Serie. Themen wie Losgröße 1, Variantenvielfalt, Produktivitätssteigerung, komplexe Geometrien und Rüstzeitoptimierung stehen im Fokus. Die überarbeitete NEO-Spezifikation steigert Produktivität, Genauigkeit und Energieeffizienz. Eine 15-kW-Gegenspindel mit bis zu 167 Nm Drehmoment verkürzt Rückseitenbearbeitungen signifikant. Ergänzend präsentiert Mazak die Mazatrol SmoothAI-Steuerung mittels Simulatoren. „Als Anbieter ganzheitlicher Fertigungslösungen verbindet Mazak modernste CNC-Technologie, Automatisierung und digitale Vernetzung zu durchgängigen und zukunftssicheren Produktionskonzepten“, unterstreicht Markus Saurer, Area Sales Manager.
Automationskonzepte für maximale Autonomie und Prozesssicherheit
Automatisierung entscheidet heute maßgeblich über Auslastung, Wirtschaftlichkeit und Liefertreue. Gefragt sind skalierbare Konzepte, die sich an unterschiedliche Bauteilspektren, Losgrößen und Fertigungsstrategien anpassen lassen – vom kompakten Robotersystem direkt an der Maschine bis hin zu flexiblen Speicher- und Handhabungslösungen mit hoher Teilevarianz.
Die Hermle AG zeigt das 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 12 mit dem Robotersystem RS 05-2. Auf lediglich 2,0 m² ermöglicht die Lösung eine flexible 24/7-Bearbeitung kleiner und mittlerer Werkstücke. Bis zu 67 Kleinpaletten lassen sich bevorraten. Die Hacs-Steuerungssoftware vereinfacht die Auftragsverwaltung und reduziert organisatorische Stillstände. „Wir zeigen damit, wie moderne Fertigung durch kompakte Automation und durchdachte Systemintegration wirtschaftlicher, effizienter und zukunftssicher gestaltet werden kann“, erklärt Wolfgang Krinzinger, Area Sales Manager.
Die Roklatec GmbH bringt mit der BMO Platinum 50 eine Automationslösung, die gezielt mehrere kleine Aufträge zu langen autonomen Laufzeiten zusammenfasst. Dank automatischem Spannmittelwechsel können unterschiedliche NC-Programme und Rohteildimensionen hintereinander abgearbeitet werden. „Unser Fokus liegt darauf, mehrere kleine Aufträge zu einer langen autonomen Laufzeit zusammenzufassen“, so Robert Klaus, Geschäftsführer bei Roklatec. Das Schubladensystem ermöglicht 24/7-Fertigung bei kurzen Rüstzeiten und maximaler Spindellaufzeit.
Schnittstelle zwischen Robotik und Prozess
Effiziente Automation beginnt an der Schnittstelle zwischen Roboter, Werkstück und Maschine. Schunk präsentiert mit seinem Robot Plus-Portfolio ein abgestimmtes Programm aus automatischen und manuellen Werkzeugwechslern (CPS, CMS), modularen Ausgleichseinheiten (AGM) sowie Kraft-Momenten-Sensoren (FTS). Ziel ist maximale Flexibilität bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit. „Gerade für den Fertigungsstandort Österreich ist die Intertool X Schweissen sehr wichtig für Austausch und Know-how-Transfer“, ist Christian Binder, Geschäftsführer Schunk Österreich, überzeugt.
Flexible Automation in der Blechbearbeitung
Auch in der Blechbearbeitung steht die Verbindung aus Produktivität, Flexibilität und Digitalisierung im Mittelpunkt. Die Bystronic Austria GmbH zeigt mit der Mobile Bending Cell auf Basis der Abkantpresse ByBend Star 80 ein flexibles Konzept für den schnellen Wechsel zwischen manuellem und automatisiertem Biegen. „Plug and bend“: In weniger als zehn Minuten ist der Wechsel realisiert. Darüber hinaus präsentiert Bystronic seine leistungsstarke Software BySoft Suite, die den gesamten End-to-End-Prozess abdeckt. „Mit unseren Lösungen helfen wir blechbearbeitenden Betrieben, eine unübertroffene Produktivität zu erreichen“, fasst Alexander Marx, Area Sales Manager, Bystronic, zusammen.
Die Trumpf Maschinen Austria GmbH präsentiert eine durchgängige Prozesskette vom smarten Laser über kompakte Biegelösungen bis zu einfachen, datenbasierten Abläufen. „Unser Angebot spannt den Bogen von preiswerten Einstiegsmaschinen bis zur Smart Factory“, so Harald Kampenhuber, Direktor Vertrieb bei Trumpf. Fachbesucher können live erleben, wie die Laserschneidmaschine TruLaser 1030 fiber, die Abkantpresse TruBend 3130, das Markiersystem TruMark Station 5000, die Programmiersoftware TruTops Boost und TruServices als integriertes System zusammenwirken, um die Produktion in Richtung Zukunft zu transformieren.
Digitalisierung: Der Digitale Zwilling wird Realität
Die Digitalisierung rückt immer stärker in den Mittelpunkt moderner Fertigungsstrategien. Der Digitale Zwilling, virtuelle NC-Steuerungen, KI-gestützte Optimierungen und vernetzte Shopfloor-Lösungen schaffen Transparenz, reduzieren Risiken und ermöglichen fundierte Entscheidungen in Echtzeit.
Die DMG Mori Austria GmbH setzt bewusst auf ganzheitliche Prozessdarstellung: CLX 450 TC, DMU 60 Evolution 2nd Generation und NLX 2500/700 2nd Gen. werden in Automations- und Digitalisierungskonzepte eingebettet. Robo2Go inklusive Schubladenspeicher, In-Prozess-Messen, Toolhandling und Wintool verdeutlichen den Anspruch einer voll digitalisierten Fertigung. DMQP-Partner wie Tebis, TCM, Haimer und Horn sind eingebunden. „Besucher sollen nicht nur einzelne Technologien sehen, sondern komplette, praxisnahe Prozessketten live erleben – von der Programmierung über die Simulation bis hin zur automatisierten Bearbeitung“, betont Gebhard Aberer, Geschäftsführer bei der DMG Mori Austria GmbH. Im Fokus steht die MX-Strategie mit skalierbaren Gesamtlösungen, modularen Servicepaketen und Modernisierungskonzepten für KMU.
Die Siemens AG zeigt, wie Digitalisierung konkret Produktivität und Prozesssicherheit erhöht. Im Zentrum steht die Sinumerik One mit Digitalem Zwilling (xMVM). Funktionen wie 3D-Scanner-Integration verkürzen Programmierzeiten, die ACM-Suite passt Vorschübe in Echtzeit an und optimiert Zykluszeiten sowie Werkzeugstandzeiten. MCenter schafft Shopfloor-Transparenz, der MachineToolRobot erweitert Präzision in der Roboterbearbeitung. Inspekto ermöglicht KI-gestützte Qualitätskontrolle. „Die Intertool X Schweissen bietet die ideale Plattform, um gemeinsam mit unseren Kunden die nächsten Schritte in Richtung digital vernetzter und wettbewerbsfähiger Produktion zu definieren“, so Matthias Kneissl, Head of Machine Tool Systems AT/CEE bei Siemens.
CAM, Simulation und die Digitale Fabrik
Die zunehmende Komplexität moderner Bearbeitungsprozesse verlangt nach leistungsfähigen CAD/CAM- und Simulationslösungen, die weit über reine Werkzeugwegberechnung hinausgehen. Die Evolving Technology GmbH und die Mait Austria GmbH zeigen mit TopSolid 7 eine integrierte Datenbasis für Konstruktion und Fertigung. Mait präsentiert zudem Vericut 9.6 zur NC-Simulation und Verifikation, inklusive Optimierung der Vorschübe und KI-gestützter Funktionen; ICAM V26 ergänzt intelligentes Postprocessing mit erweiterter Rotationsachsensteuerung. Einen besonders tiefgehenden Ansatz verfolgt Pimpel mit CHECKitB4: Der virtuelle NC-Kernel (vNCK) bootet die reale Steuerung am PC inklusive Maschinen-DNA, wodurch sich Einfahrzeiten reduzieren, Prozesssicherheit steigt und Fertigung planbarer wird. Gemeinsam zeigen diese Lösungen, wie der Digitale Zwilling zunehmend zum Standardwerkzeug moderner Fertigungsbetriebe wird.
Wels wird zum Gradmesser der Wettbewerbsfähigkeit
Ob 5-Achs-Simultanbearbeitung, Multi-Tasking, flexible Robotik, Digitale Zwillinge oder KI-gestützte Qualitätskontrolle – die Intertool X Schweissen 2026 zeigt, wie sich Maschinenbau, Automation und Software zu ganzheitlichen Produktionssystemen verbinden. Die Botschaft ist klar: Investitionen in Technologie, Vernetzung und Prozessintegration entscheiden darüber, wer gestärkt aus herausfordernden Zeiten hervorgeht.
Für Fachbesucher bietet sich in Wels die Gelegenheit, modernste Technologien live zu erleben, mit Experten zu diskutieren und konkrete Impulse für die eigene Fertigung mitzunehmen.




















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