Vision Laser – neue Lasermaschine von Walter Maschinenbau für superharte Werkstoffe
Walter präsentierte auf der EMO die Vision Laser – eine innovative Lasermaschine, die speziell für die Bearbeitung von superharten Werkstoffen entwickelt wurde. Sie vereint die Präzision der bewährten Helitronic Vision Plattform mit einer zukunftsorientierten Lasertechnologie – und setzt neue Maßstäbe in puncto Effizienz, Oberflächenqualität und Prozesssicherheit.
Die Vision Laser ist für die Bearbeitung rotationssymmetrischer Werkzeuge aus PKD, MKD, CVD-D und CBN ausgelegt und kombiniert hohe Präzision mit reproduzierbarer Prozessstabilität.
Fakten zur Vision Laser
Maschinentyp: Fünfachsige Lasermaschine für die Bearbeitung rotationssymmetrischer PKD-, MKD-, CVD-D- und CBN-Werkzeuge.
Bearbeitung: Produktion und Nachschärfen diamantbestückter Werkzeuge, berührungslose Laserbearbeitung ohne Verbrauchsmaterialien.
Bearbeitungsbereich: Ø 3 – 250 mm (optional bis 300 mm), Länge bis 400 mm, Profilgenauigkeit bis 2 µm.
Maschinenkonzept: Mineralguss-Portalbauweise mit Linear- und Torquemotorachsen, 2-Achs-Laserscankopf.
Software & Steuerung: C.O.R.E.-Betriebssystem, GTR ProfDia, Fanuc CNC-Steuerung.
Bedienung: 24"-Multitouch-Core-Panel mit RFID-Login, Frontkamera und Bluetooth.
Automation: Robotlader, Komplettbearbeitung in einer Aufspannung, In-Prozess-Kameras und automatische Kalibrierung.
Die Vision Laser basiert auf der stabilen und schwingungsarmen Mineralguss-Portalbauweise der Helitronic Vision-Serie und nutzt hochdynamische Linear- und Torquemotorachsen. Damit lassen sich Werkzeugdurchmesser von 3 bis 250 Millimeter mit Profilgenauigkeiten bis zu zwei Mikrometer bearbeiten – berührungslos, verschleißfrei und mit maximaler Wiederholgenauigkeit. „Wir kombinieren in der Vision Laser unsere Erfahrung im Schleifen mit den Vorteilen der Lasertechnologie“, erklärt Silas Junger, Produktmanager bei der Walter Maschinenbau GmbH. „Das bedeutet: höchste Präzision, superscharfe Schneidkanten und ein deutlicher Effizienzgewinn, insbesondere bei PKD.“
Diese Kombination aus bewährtem Maschinenkonzept und neuer Laserbearbeitung sorgt zugleich für mehr Wirtschaftlichkeit im Prozess. Die Maschine verzichtet vollständig auf Verbrauchsmaterialien wie Draht oder Dielektrikum und arbeitet dadurch nachhaltiger und kosteneffizienter als vergleichbare Erodierverfahren. Das Resultat: bis zu doppelte Bearbeitungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig verbesserter Schneidenqualität.
Die integrierte Kalibrierkamera justiert Fokusebene und Rotationszentrum vollautomatisch und ermöglicht dadurch gleichbleibend exakte Bearbeitungsergebnisse.
„Mit der Vision Laser erfolgt eine strategische Erweiterung unseres Produktportfolios in eine zukunftsweisende Richtung als System- und Lösungsanbieter. Wir bieten unseren Kunden eine innovative Technologie, die höchste Präzision mit deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten verbindet.“
Bedienkomfort mit System
Zentraler Bestandteil der neuen Generation ist das Core-Panel, ein 24-Zoll-Multitouch-Display mit intuitiver Benutzeroberfläche und individuell konfigurierbaren Ansichten. Über RFID-Login lassen sich Bedienprofile automatisch aufrufen, Kamera- und Bluetooth-Funktionen erleichtern die Kommunikation mit Service und Produktion. „Unser Ziel war es, die Maschine so bedienerfreundlich wie möglich zu gestalten. Von der automatischen Kalibrierung über die kamerageführte Unterstützung im Rüstprozess bis zur schnellen Servicezugänglichkeit – die Vision Laser soll den Anwender entlasten, nicht fordern“, so Junger. Dazu trägt auch die bewährte ProfDia-Software bei. Bestehende Programme aus dem Erodierprozess können nahezu eins zu eins übernommen werden, was den Einstieg in die Lasertechnologie erleichtert und den Schulungsaufwand minimiert.
In-Prozess-Kameras an der Vision Laser: Mehrere Kameras ermöglichen die gleichzeitige Prozessüberwachung, visuelle Kontrolle und Unterstützung beim Einrichten der Bearbeitung.
Automatisiert und flexibel
Für hohe Produktivität sorgt die Kombination aus vollautomatisierter Komplettbearbeitung in einer Aufspannung und der flexiblen Robotladerlösung. Sie ermöglicht die flexible Beladung unterschiedlicher Werkzeuge – wahlweise nach Typ, Durchmesser oder „chaotisch“ über mehrere Palettenebenen hinweg. Damit ist die Vision Laser sowohl für die Serienfertigung als auch für Einzelstücke und Sonderwerkzeuge geeignet. „Wir haben die Maschine modular aufgebaut. Ob Automotive, Aerospace oder Holzindustrie, die Vision Laser lässt sich auf unterschiedliche Produktionsumgebungen anpassen und deckt ein breites Anwendungsspektrum ab“, erläutert Junger.
Fazit
Mit der Vision Laser erweitert Walter sein Portfolio um eine wegweisende Lasermaschine, die Präzision, Nachhaltigkeit und Produktivität in einem System vereint. Die Kombination aus stabiler Maschinenplattform, anwenderfreundlicher Bedienung und praxisorientierter Automatisierung machte sie zu einem echten Highlight der EMO 2025 und zu einem klaren Bekenntnis zur technologischen Weiterentwicklung. „Für uns ist die Vision Laser ein wegweisender Schritt“, resümiert Silas Junger. „Sie verbindet Bewährtes mit Innovation und eröffnet unseren Kunden neue Möglichkeiten in der Bearbeitung superharter Werkstoffe.“





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