anwenderreportage

Wie Samson Vetec mit ibex-Werkzeugen von Kempf das Entgraten optimiert

Inline entgraten sichert Produktivität: Präzision, Prozesssicherheit und Qualität sind bei sicherheitsrelevanten Industriearmaturen keine Option – sie sind Pflicht. Die Vetec Ventiltechnik GmbH entwickelt und fertigt seit Jahrzehnten hochwertige Drehkegelventile und Sonderarmaturen für industrielle Anwendungen. Als Zulieferer von High-End-Komponenten muss jeder Produktionsschritt höchsten Anforderungen gerecht werden – so auch die Entgratung. Mit dem Einsatz des ibex-Entgratsystems von Kempf, in Österreich vertreten durch Cogsdill, gelingt dem Ventilspezialisten aus Speyer (D) der Schritt zu prozesssicherer und wirtschaftlicher Kantenbearbeitung in der Einzelteilfertigung.

Eingespanntes Flanschbauteil aus Sandguss und eingesetztes ibex-Entgratsystem: Nachdem die bearbeitete und somit definierte Vorderseite der Bohrung entgratet ist, taucht der Fräser durch und bearbeitet die unbearbeitete und daher undefinierte Rückseite der Flanschbohrung.

Eingespanntes Flanschbauteil aus Sandguss und eingesetztes ibex-Entgratsystem: Nachdem die bearbeitete und somit definierte Vorderseite der Bohrung entgratet ist, taucht der Fräser durch und bearbeitet die unbearbeitete und daher undefinierte Rückseite der Flanschbohrung.

Shortcut

Aufgabenstellung: Prozesssichere und wirtschaftliche Kantenbearbeitung in der Einzelteilfertigung.

Lösung: ibex-Entgratsystem von Kempf, in Österreich vertreten durch Cogsdill.

Nutzen: Qualitätsniveau und den optischen Eindruck verbessert; manuelle Nachbearbeitung entfällt vollständig; gesamter Bearbeitungsprozess inklusive Entgratvorgang erfolgt direkt auf der Maschine.

Statt Serienfertigung setzt Vetec konsequent auf maßgeschneiderte Einzellösungen, die präzise auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt werden – häufig aus schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Kobaltbasislegierungen, Titan oder Zirkonium. Gefertigt werden die verschiedenen Bauteile auf einer modernen NC-Maschinenflotte mit Bearbeitungszentren von Heller, DMG Mori, Index und anderen. Dank eines konsequent digitalisierten Shopfloors – u. a. mit Coscom-Integration und Info-Terminals – laufen Prozesse effizient und transparent. Dennoch sorgte ein Thema immer wieder für Verzögerung: das Entgraten von Durchgangsbohrungen in Edelstahl-Gehäusen, die als Flansch eingesetzt werden.

Spannvorrichtung mit eingespanntem Werkstück auf der Palette des Bearbeitungszentrums. Man sieht hier die bearbeiteten Vorderseiten der Flansche.

Spannvorrichtung mit eingespanntem Werkstück auf der Palette des Bearbeitungszentrums. Man sieht hier die bearbeiteten Vorderseiten der Flansche.

Marcus Schneider
Technischer Außendienst, Kempf GmbH

„Die manuelle Nachbearbeitung entfällt vollständig. Das ibex-Werkzeug von Kempf ist deshalb inzwischen fester Bestandteil in mehreren Bearbeitungsprozessen und soll perspektivisch auf weitere Bauteile ausgeweitet werden.“

Erheblicher Nachbearbeitungsaufwand

Im Zentrum des Problems standen Flansche aus Sandguss. Besonders an den durch den Guss bedingten, undefinierten Austrittskanten der Flanschbohrungen bildeten sich deutlich sichtbare Grate. Das führte zu erheblichem Nachbearbeitungsaufwand – entweder per Hand oder mit starr eingespannten Fasenfräsern. Die Folgen waren unsaubere, ungleichmäßige Fasen und Kanten an den undefinierten Rohflächen, stark schwankende Prozesszeiten sowie fehlende Wiederholgenauigkeit. „Der Grat war klein, aber er hat den ganzen Ablauf gestört“, beschreibt Marcus Schneider, Technischer Außendienst bei Kempf. „Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist ein definierter Kantenverlauf oft zwingend erforderlich. Manuelles Nacharbeiten bedeutet also nicht nur Zeitverlust, sondern birgt auch Unsicherheit in der Qualitätsprüfung.“

Unbearbeitete und somit undefinierte Rückseite des Flansches: Der massive Kronengrat an der Bohrungskante verursacht eine undefinierte Lage und Oberflächentopographie, was beim Einsatz starrer Entgratwerkzeuge zu ungleichmäßigen Fasen führt. Der ibex gleicht diese Schwankungen aus und sorgt für gleichmäßige Konturen.

Unbearbeitete und somit undefinierte Rückseite des Flansches: Der massive Kronengrat an der Bohrungskante verursacht eine undefinierte Lage und Oberflächentopographie, was beim Einsatz starrer Entgratwerkzeuge zu ungleichmäßigen Fasen führt. Der ibex gleicht diese Schwankungen aus und sorgt für gleichmäßige Konturen.

Die Kontur muss nicht undefiniert sein, das Ibex-Entgratsystem kann auch bei definierten Kanten eingesetzt werden. Hier ein Flansch aus rostfreiem Edelstahl.

Die Kontur muss nicht undefiniert sein, das Ibex-Entgratsystem kann auch bei definierten Kanten eingesetzt werden. Hier ein Flansch aus rostfreiem Edelstahl.

Im Bild zu sehen: hinten deribex Flex, vorne einStandard-ibex mit ausgebautem Fräser und der Spannzange, zum Fixieren des Fräsers im Ausgleichshalter.

Im Bild zu sehen: hinten deribex Flex, vorne einStandard-ibex mit ausgebautem Fräser und der Spannzange, zum Fixieren des Fräsers im Ausgleichshalter.

Inline entgraten

Die Wendung für das Gratproblem kam mit dem Einsatz des ibex-Entgratsystems von Kempf. Entwickelt für die automatisierte Konturbearbeitung von undefinierten Bauteilen auf CNC-Bearbeitungszentren, kombiniert das Entgratsystem – bestehend aus Ausgleichshalter und speziellen CrossCut-Fräsern – die Vorteile definierter Entgratung mit hoher Prozesssicherheit auch bei anspruchsvollen Bauteilgeometrien. Der ibex-Ausgleichshalter, der in drei verschiedenen, vordefinierten Härtestufen angeboten wird (Soft, Medium und Hard), eignet sich dabei durch Druck- und Zugausgleich von bis zu 10 mm für die vorderseitige sowie für die rückseitige Bearbeitung von Bohrungen. Sobald der Fräser auf die Kante des Werkstückes trifft, kann dieser durch den linear gelagerten Ausgleich des ibex-Ausgleichshalters die axiale Bewegung sowohl vorwärts, als auch rückwärts durchführen.

Im Zusammenspiel mit den (bei der Bearbeitung) vorgespannten kegelförmigen ibex-Entgratfräsern können damit auch radial liegende Maßabweichungen des Bauteils ausgeglichen werden. Somit hat der Entgratfräser auch bei größeren Konturabweichungen immer eine gleichmäßige Eingriffstiefe am Werkstück und erzeugt dadurch eine gleichmäßige Fase an der Werkstückkante – ohne manuellen Eingriff des Mitarbeiters. Zudem lässt sich das ibex-Entgratsystem – wie bei Vetec – auch optimal in die Einzelteilfertigung integrieren, bei der sich Geometrien regelmäßig ändern. Anstelle aufwendiger manueller Anpassungen wird die Kontur direkt in der Maschine entgratet – exakt, definiert und sicher. Durch die direkte Einbindung des ibex-Entgratsystems in das NC-Programm wird der Entgratvorgang zum festen Bestandteil der Bearbeitung: inline, automatisiert und unabhängig vom Bedienpersonal.

Ein echter Prozessfortschritt bei Vetec (v.l.n.r.): Marcus Schneider, Technischer Außendienst bei Kempf, CNC-Maschinenbediener Fritjof Grimpe, CNC-Maschinenbediener Konstantin Klaus und Maschineneinrichter Mario Lieger (alle Vetec) vor dem CNC-Bearbeitungszentrum, in dem die schweren Flanschbauteile bearbeitet werden.

Ein echter Prozessfortschritt bei Vetec (v.l.n.r.): Marcus Schneider, Technischer Außendienst bei Kempf, CNC-Maschinenbediener Fritjof Grimpe, CNC-Maschinenbediener Konstantin Klaus und Maschineneinrichter Mario Lieger (alle Vetec) vor dem CNC-Bearbeitungszentrum, in dem die schweren Flanschbauteile bearbeitet werden.

Links der Standard-ibex mit 10 mm Ausgleich in Zug und Druck und rechts der ibex Flex mit 10 mm Ausgleich in Druck. Dafür sind am ibex Flex die drei Druckstufen direkt am Werkzeug einstellbar. Dafür muss das Werkzeug noch nicht mal aus der Aufspannung genommen werden.

Links der Standard-ibex mit 10 mm Ausgleich in Zug und Druck und rechts der ibex Flex mit 10 mm Ausgleich in Druck. Dafür sind am ibex Flex die drei Druckstufen direkt am Werkzeug einstellbar. Dafür muss das Werkzeug noch nicht mal aus der Aufspannung genommen werden.

Anwender: Vetec Ventiltechnik

Die Vetec Ventiltechnik GmbH in Speyer (D) steht für Engineering Excellence im Maschinen- und Anlagenbau. Das Tochterunternehmen der Samson AG mit seinen rund 115 Beschäftigten entwickelt und fertigt seit Jahrzehnten hochwertige Drehkegelventile, Sonderarmaturen und pneumatische Antriebe für industrielle Anwendungen. Als Zulieferer von High-End-Komponenten für kritische Einsatzgebiete wie Petrochemie, Lebensmittel- oder Kraftwerkstechnik muss jeder Produktionsschritt höchsten Anforderungen gerecht werden.

VETEC Ventiltechnik GmbH
Siemensstraße 12
D-67346 Speyer
https://vetec.samsongroup.com/

Qualitätssprung in der Einzelteilfertigung

Mit dem Einsatz des ibex-Werkzeugs von Kempf konnte Samson Vetec nicht nur den Bearbeitungsprozess bei spezifischen Bauteilen optimieren, sondern auch das Qualitätsniveau und den optischen Eindruck verbessern – ein echter Fortschritt in der hochspezialisierten Welt der Einzelteilfertigung. Seither kann der gesamte Bearbeitungsprozess inklusive Entgratvorgang direkt auf der Maschine erfolgen – auch bei variierenden Bauteilgeometrien, wie sie bei Vetec durch die hohe Individualisierung häufig auftreten. „Die manuelle Nachbearbeitung entfällt vollständig“, unterstreicht Schneider und ergänzt: „Das Werkzeug ist deshalb inzwischen fester Bestandteil in mehreren Bearbeitungsprozessen und soll perspektivisch auf weitere Bauteile ausgeweitet werden.“ Damit bleibt Vetec seinem Anspruch treu: Ventiltechnik auf höchstem Niveau – bis ins letzte Detail.

Produkt im Einsatz

<b>Kempf ibex: </b>Entwickelt für die automatisierte Konturbearbeitung von undefinierten Bauteilen auf CNC-Bearbeitungszentren, kombiniert das ibex-Entgratsystem – bestehend aus Ausgleichshalter und speziellen CrossCut-Fräsern – die Vorteile definierter Entgratung mit hoher Prozesssicherheit auch bei anspruchsvollen Bauteilgeometrien.

Kempf ibex

Entwickelt für die automatisierte Konturbearbeitung von undefinierten Bauteilen auf CNC-Bearbeitungszentren, kombiniert das ibex-Entgratsystem – bestehend aus Ausgleichshalter und speziellen CrossCut-Fräsern – die Vorteile definierter Entgratung mit hoher Prozesssicherheit auch bei anspruchsvollen Bauteilgeometrien.

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