Grob startet neue Maschinenfamilie mit der GP1350
Mit der GP1350 erweitert Grob sein Portfolio um ein 5-Achs-Fräs-Portal-Bearbeitungszentrum für die Bearbeitung großer und komplexer Werkstücke bis 3,6 Tonnen. Nach der Weltpremiere auf der Grob-Hausmesse 2026 präsentierte der Maschinenbauer die GP1350 auf der AMB in Stuttgart erstmals der breiten Öffentlichkeit. Dort konnten Fachbesucher die Maschine bei der Live-Bearbeitung eines Kegelrads erleben, wie es beispielsweise im Maschinenbau oder in der Energietechnik zum Einsatz kommt.
Die GP1350 ist ein 5-Achs-Fräs-Portal-Bearbeitungszentrum für die präzise Bearbeitung großer und komplexer Bauteile.
Technische Daten GP1350
• Arbeitswege (X/Y/Z): 1.400 x 1.950 x 1.100 mm
• Geschwindigkeiten max. (X/Y/Z): 60/50/50 m/min
• Werkstückabmessungen max.: Ø 1.400 x 1.100 mm
• Störkreisdurchmesser max.: Ø 1.750 x 1.650 mm ***
• Span-zu-Span-Zeit: 4,7 sec.
• Positioniergenauigkeit (X/Y/Z)*: 0,006 mm
• Wiederholpräzision (X/Y/Z)*: < 0,0025 mm
• Tisch- / Palettengröße: bis zu Ø 1400 / 1.250 x 1.000 mm
• Werkstückgewicht max.: bis zu 3.600 kg **
• Werkzeuglänge max.: 500 (900 mm **)
*nach ISO 230-2:2014
**optional
*** Nur mit Einschränkung möglich
Die GP1350 wurde für Fertigungsaufgaben entwickelt, bei denen große Bauteile mit hoher Genauigkeit bearbeitet werden müssen. Die dämpfende und stabile Portalbauweise ist dabei auf eine präzise Bearbeitung auch bei anspruchsvollen Zerspanungsaufgaben ausgelegt. Mit Arbeitswegen von 1.400 x 1.950 x 1.100 mm (X/Y/Z) bietet die Maschine einen entsprechend großen Bearbeitungsraum. Abhängig von der Ausführung lassen sich Werkstücke mit Abmessungen von bis zu 1.400 x 1.100 beziehungsweise 1.750 x 1.600 Millimetern bearbeiten. Die maximale Zuladung beträgt 3,6 Tonnen. Damit richtet sich die GP1350 an Anwendungen, bei denen herkömmliche Bearbeitungszentren aufgrund der Bauteilgröße an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig ermöglicht das 5-Achs-Konzept die Bearbeitung komplexer Geometrien in einer Aufspannung. Zusätzliche Umspannvorgänge lassen sich dadurch reduzieren.
„Mit der GP1350 übertragen wir die Vorteile unserer 5-Achs-Technologie auf ein deutlich größeres Bauteilspektrum“, erklärt Christian Müller, CSO der Grob-Werke. „Die Maschine verbindet einen großen Arbeitsraum und eine hohe Tragfähigkeit mit der für Grob typischen Präzision und Dynamik. Auf der AMB konnten wir erstmals außerhalb unserer Hausmesse zeigen, wie sich diese Eigenschaften im realen Bearbeitungsprozess auswirken.“
Bearbeitungsbeispiel Stoßstangenform.
Ausstattung für anspruchsvolle Zerspanung
Für die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe stehen verschiedene Spindelkonzepte und ein entsprechend ausgelegter Maschinentisch zur Verfügung. Der universelle Fräskopf mit einem Unterschnitt von -2,5 Grad erweitert den Bearbeitungsbereich und ermöglicht die Fertigung komplexer Bauteilgeometrien. Auch beim Werkzeugmanagement ist die GP1350 auf umfangreiche Bearbeitungsaufgaben ausgelegt. Das Werkzeugmagazin bietet eine Kapazität von bis zu 408 Werkzeugen. Durch die doppelte Reihenbelegung steht eine entsprechend große Zahl an Werkzeugen für unterschiedliche Bearbeitungsschritte zur Verfügung. Das kommt insbesondere bei variantenreichen Bauteilen und komplexen Bearbeitungsprozessen zum Tragen. Die kompakte Auslegung der Maschine soll zudem den erforderlichen Platzbedarf trotz der großen Bearbeitungsdimensionen begrenzen.
Vom Einzelteil bis zur automatisierten Serienfertigung
Die GP1350 ist nicht ausschließlich auf die Einzelteilfertigung ausgelegt. Durch die Möglichkeit, Palettenwechsler, Palettenspeichersysteme und den Grob Mobile Robot (GMR) anzubinden, kann das Bearbeitungszentrum auch in automatisierte Produktionsabläufe integriert werden. Damit lässt sich das Maschinenkonzept an unterschiedliche Produktionsstrategien anpassen. Während bei der Einzelteilfertigung die flexible Bearbeitung großer Werkstücke im Vordergrund steht, ermöglichen automatisierte Material- und Palettenflüsse eine höhere Maschinenauslastung bei wiederkehrenden Fertigungsaufträgen.
Mit der GP1350 zeigte Grob auf der AMB erstmals auf einer externen Messe sein neues Maschinenkonzept für die großformatige, automatisierbare 5-Achs-Bearbeitung. Die GP1350 bildet zugleich den Auftakt einer neuen Produktfamilie. Bereits 2027 plant Grob, das Portfolio um die GP1350T mit Dreh-/Fräs-Funktion sowie um die größere GP2150 zu erweitern. Damit soll das Angebot für die Bearbeitung großer und komplexer Werkstücke schrittweise um weitere Maschinenkonzepte ergänzt werden.




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