anwenderreportage

AMAG components setzt auf automatisierte C 62 UP von Hermle

Um die Bearbeitung großer und komplexer Bauteile aus Aluminium und Titan effizienter zu gestalten, setzt die AMAG components Karlsruhe GmbH auf eine automatisierte Lösung. Ein Palettenwechsler vom Typ PW 3000 versorgt ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 62 UP von Hermle rund um die Uhr mit Rohteilen. Durch die Trennung von Rüst- und Bearbeitungsprozessen verlängert sich die Spindellaufzeit deutlich. Dadurch steigen Maschinenverfügbarkeit und Produktivität spürbar – bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit in der Fertigung anspruchsvoller Luft- und Raumfahrtkomponenten.

Die C 62 UP dynamic mit angeschlossenem Palettenwechsler PW 3000 entkoppelt Rüst- von Bearbeitungszeiten und steigert dadurch die Produktivität deutlich.

Die C 62 UP dynamic mit angeschlossenem Palettenwechsler PW 3000 entkoppelt Rüst- von Bearbeitungszeiten und steigert dadurch die Produktivität deutlich.

Shortcut

Aufgabenstellung: Effiziente Bearbeitung großer und komplexer Bauteile aus Aluminium und Titan.

Lösung: 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 62 UP von Hermle, automatisiert mit dem Palettenwechsler PW 3000.

Nutzen: Höhere Maschinenverfügbarkeit; gesteigerte Produktivität; hohe Prozesssicherheit.

Seit 2022 gehört die ehemalige Aircraft Philipp Karlsruhe GmbH als AMAG components zu 100 Prozent zur österreichischen AMAG Austria Metall AG. Die Unternehmensgruppe verlängert damit ihre Wertschöpfungskette. Dank der hohen Recyclingkompetenz gelingt es AMAG, Metallabfälle, die unter anderem bei der Komponentenfertigung an den deutschen Standorten anfallen, im österreichischen Werk Ranshofen wieder zu hochwertigen Walzprodukten aufzubereiten. Dieser sogenannte Closed Loop spart nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern im Vergleich zur Primärherstellung auch 95 Prozent Energie ein.

CNC-Fräser Jonathan Gabel schätzt die Flexibilität, die der Palettenwechsler bietet. Dadurch kann er mehrere Bauteile auf einmal vorbereiten.

CNC-Fräser Jonathan Gabel schätzt die Flexibilität, die der Palettenwechsler bietet. Dadurch kann er mehrere Bauteile auf einmal vorbereiten.

Volker Manz
Betriebsleiter, Amag components Karlsruhe GmbH

„Um das volle Potenzial der C 62 UP auszureizen, nutzen wir den Palettenwechsler PW 3000. Durch das Entkoppeln von Werkstückwechsel und Laufzeit konnten wir die Spindelstunden deutlich steigern.“

Zerspanung von Hochleistungswerkstoffen

Die Werkstücke von AMAG components gehen vor allem in die Luft- und Raumfahrttechnik. Aus massiven Metallblöcken entstehen filigrane, aber hochfeste Bauteile. „Wir zerspanen für unsere Kunden hauptsächlich Aluminium und Titan“, erläutert Volker Manz. Der Betriebsleiter der AMAG components Karlsruhe GmbH setzt beim Fräsen der Hochleistungswerkstoffe auf Hochleistungsmaschinen. „Für uns ist immens wichtig, dass die Bearbeitungszentren zuverlässig sind, sich flexibel einsetzen lassen und extrem präzise fräsen“, fasst er die Anforderungen zusammen. In den vergangenen Jahren sammelte das Unternehmen mit mehreren 5-Achs-Bearbeitungszentren von Hermle gute Erfahrungen, etwa mit der C 30 U, C 40 U und C 62 U. „Wir benötigten weitere Fertigungskapazitäten für große Werkstücke bis 1.300 Millimeter, daher war die zweite C 62, diesmal als Variante UP, gesetzt.“

Der PW 3000 bietet Platz für vier Paletten – gesteuert wird der PW 3000 mit der intuitiv bedienbaren Verwaltungssoftware HACS (Hermel Automation-Control-System).

Der PW 3000 bietet Platz für vier Paletten – gesteuert wird der PW 3000 mit der intuitiv bedienbaren Verwaltungssoftware HACS (Hermel Automation-Control-System).

Smarte Funktionen

In der Luftfahrttechnik zählt jedes Detail. Deshalb überlässt AMAG components nichts dem Zufall. „First Time Right“ ist hier mehr als ein Leitsatz, es ist gelebte Praxis. Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum C 62 UP dynamic fertigt dank Messtaster und Bruchkontrolle automatisiert in höchster Qualität. „Bislang setzten wir das Messsystem an unseren anderen Maschinen weniger aktiv ein“, berichtet Manz. Der verschleißfreie, optoelektronische Taster richtet das Bauteil virtuell aus, auch ungenaue Aufspannungen führen so zu perfekten Ergebnissen. „Damit erreichen wir eine sehr hohe Prozesssicherheit und der Werker muss die Komponente nicht erneut anfassen und positionieren“, beschreibt Manz einen großen Pluspunkt. Um das volle Potenzial der Maschine auszureizen, nutzt AMAG components den Palettenwechsler PW 3000, der sich für große und schwere Lasten bis 3.000 Kilogramm eignet.

Amag components fertigt vor allemBauteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Amag components fertigt vor allemBauteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Anwender: AMAG components

Amag components blickt auf eine mehr als 60-jährige Erfahrung bei der Fertigung von Komponenten und einbaufertigen Bauteilen aus Aluminium und Titan für die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie zurück. Seit 2022 gehört die ehemalige Aircraft Philipp Karlsruhe GmbH als AMAG components zu 100 Prozent zur österreichischen Amag Austria Metall AG. Die Unternehmensgruppe verlängert damit ihre Wertschöpfungskette.


AMAG components Karlsruhe GmbH
Erzbergerstraße 115
D-76133 Karlsruhe
https://www.amag-al4u.com/amag-gruppe/komponenten

Volle Kontrolle

Gesteuert wird der PW 3000 mit der intuitiv bedienbaren Verwaltungssoftware HACS (Hermel Automation-Control-System). Bevor ein Auftrag startet, übernimmt die intelligente Software automatisch die wichtigsten Checks: Sind die Nullpunkte geladen? Ist die Palette im System? Sind alle benötigten Werkzeuge verfügbar? Falls etwas nicht stimmt, informiert sie den Bediener sofort per Echtzeit-Übertragung.

Wie alle Maschinen der AMAG components ist auch die C 62 UP an das betriebsinterne Factory Operations Monitoring angeschlossen. Damit haben die Beschäftigten alle Maschinenzustände jederzeit im Blick und greifen bei Bedarf schnell ein. „Wir können 24/7 fertigen, aber meist ist das Wochenende arbeitsfrei“, schildert Manz. „Wir wollen für unsere Belegschaft ein attraktiver Arbeitgeber sein – dabei unterstützt uns die Automation natürlich.“

Erfolgreiche Zusammenarbeit (v.l.n.r.): CNC-Fräser Jonathan Gabel, Leiter CNC-Fertigung Carsten Schmidt, Leiter Instandhaltung Michael Jakob und Betriebsleiter Volker Manz, alle Amag components Karlsruhe GmbH, sowie Andreas Glumpler, Vertriebsaußendienst Hermle.

Erfolgreiche Zusammenarbeit (v.l.n.r.): CNC-Fräser Jonathan Gabel, Leiter CNC-Fertigung Carsten Schmidt, Leiter Instandhaltung Michael Jakob und Betriebsleiter Volker Manz, alle Amag components Karlsruhe GmbH, sowie Andreas Glumpler, Vertriebsaußendienst Hermle.

„Durch das Entkoppeln von Werkstückwechsel und Laufzeit konnten wir die Spindelstunden deutlich steigern.“ Betriebsleiter Volker Manz

„Durch das Entkoppeln von Werkstückwechsel und Laufzeit konnten wir die Spindelstunden deutlich steigern.“ Betriebsleiter Volker Manz

Geschlossener Materialkreislauf

Es bedarf mehrere Stunden Laufzeit, um ein Teil zu bearbeiten – die C 62 UP entfernt dabei bis zu 90 Prozent der ursprünglichen Masse. Für die notwendige Flexibilität sorgen 70 Werkzeuge in der Maschine, die das Zusatzmagazin ZM 135 um 135 weitere ergänzt. „Wenn wir beispielsweise die Scharniere aus einem Metallblock fräsen, muss die Maschine sehr viel Material abtragen“, erklärt CNC-Fräser Jonathan Gabel. Die Späne werden anschließend gewaschen, getrocknet und zu Briketts gepresst. „Dadurch sind wir Teil der AMAG-Wertschöpfungskette“, erläutert Manz. Das bedeutet ganz konkret, dass der Lohnfertiger in Karlsruhe das Material vom Mutterkonzern bezieht, der die Späne anschließend im Stammhaus wieder sorgfältig aufbereitet.

Echte Maßarbeit war die Anlieferung der neuen C 62 UP. „Unsere Hallentore sind niedrig – Hermle musste die Maschine zum Teil demontierten, um sie überhaupt in das Gebäude zu bekommen“, blickt Manz zurück. „Es war Millimeterarbeit, die Anlage hindurchzubugsieren. Die Lieferung sowie Aufstellung durch Hermle funktionierten trotzdem reibungslos und genau nach Zeitplan.“

Flexibler Personaleinsatz

Die C 62 UP mit angeschlossenem Palettenwechsler ist nun seit November 2024 im Einsatz. „Dank des Palettenhandlings wirken wir dem Fachkräftemangel entgegen, da wir die Aufgaben und ihre Verteilung viel besser planen und steuern können“, freut sich Volker Manz. Die Belegschaft schätze die smarte Anlage ebenfalls. „Wir fragten, wer sich hauptverantwortlich um die C 62 UP kümmern möchte und hatten gleich mehrere Bewerbungen. Die Maschine ist sehr beliebt.“

Das unterschreibt auch Michael Jakob, Leiter der Instandhaltung: „Wir zerspanen mit vier Maschinen von Hermle, eine davon ist seit mehr als 20 Jahren im Einsatz. Der After-Sales-Service ist vorbildlich, mit Performance und Zuverlässigkeit der Anlagen bin ich hochzufrieden.“ Im Fall der Fälle schaffe es Hermle meist, noch am Tag der Fehlermeldung die Ersatzteile loszuschicken. „Je nach Schwere des Problems bekommen wir den nächstverfügbaren Techniker, die Stillstandszeiten sind dadurch minimal.“

Produkte im Einsatz

<b>Hermle PW 3000: </b>Kompakter Palettenwechsler für große und schwere Paletten.

Hermle PW 3000

Kompakter Palettenwechsler für große und schwere Paletten.

<b>Hermle C 62 UP: </b>Das hochdynamische Bearbeitungszentrum ist konsequent für die effiziente Bearbeitung von CNC-Frästeilen und CNC-Drehteilen ausgelegt.

Hermle C 62 UP

Das hochdynamische Bearbeitungszentrum ist konsequent für die effiziente Bearbeitung von CNC-Frästeilen und CNC-Drehteilen ausgelegt.

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