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Ucimu-Versammlung: vorsichtige Prognose einer positiven Entwicklung für die italienische Werkzeugmaschinenindustrie
Das Jahr 2024 war für die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen ein ausgesprochen kompliziertes Jahr, in dem fast alle Wirtschaftsindikatoren stark zurückgegangen sind. Lediglich der Export ist leicht gestiegen.
Riccardo Rosa, Präsident von Ucimu-Sistemi per Produrre, fasst zusammen: Die Prognosen für 2025 verzeichnen im Vergleich zu 2024 eine leichte positive Entwicklung, aber die zu erwartenden Ergebnisse sind nicht umwerfend.
Trotzdem hat sich die italienische Industrie des Sektors wieder einmal unter den wichtigsten Protagonisten der internationalen Bühne bestätigt, wo sie den fünften Platz in der weltweiten Rangliste der Produktion und den vierten Platz in der Export-Rangliste belegt hat.
Die Prognosen für 2025 verzeichnen im Vergleich zu 2024 eine leichte positive Entwicklung, aber die zu erwartenden Ergebnisse sind nicht umwerfend. Dies ist zusammenfassend das Bild, das Riccardo Rosa – Präsident von Ucimu-Sistemi per Produrre – anlässlich der Gesellschafterversammlung vorgestellt hat, auf der Antonio Gozzi – Präsident von Federacciai – seinen Beitrag geleistet hat.
Ergebnis 2024
Wie aus den vom Centro Studi & Cultura di Impresa von Ucimu erarbeiteten Prognosen hervorgeht hat sich die italienische Herstellerindustrie von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen im Jahr 2024 bei 6.327 Millionen Euro eingependelt, bei einem Rückgang von 16,9 % im Vergleich zum Jahr 2023.
Das Ergebnis wurde durch den starken Rückgang der Lieferungen der italienischen Hersteller auf dem Inlandsmarkt bestimmt, die um 39,5 % auf 2.054 Millionen gefallen sind aufgrund des Einbruchs des Inlandsverbrauchs, der auf 3.707 Millionen stehen geblieben ist, 36,3 % weniger als im Vorjahr. Auch der Import hat ebenfalls gelitten und belief sich auf 1.653 Millionen, -31,8 %.
Die Performance der italienischen Unternehmen auf den Auslandsmärkten war jedoch anders, wie die Exportzahl bestätigt, die um zaghafte 1,2 % auf 4.273 Millionen Euro gestiegen ist und einen neuen Rekord für den Sektor darstellt.
Das Verhältnis Export/Produktion ist angestiegen, von 55,5 % im Jahr 2023 auf 67,5 % im Jahr 2024.
Im Jahr 2024 waren die wichtigsten italienischen Absatzmärkte: die Vereinigten Staaten (629 Millionen, +10,9 %), Deutschland (365 Millionen, +1,6 %), China (240 Millionen, -16,3 %), Frankreich (204 Millionen, -17,6 %), die Türkei (190 Millionen, -10,3 %), Indien (185 Millionen, +58,3 %), Mexiko (176 Millionen, -9,9 %), Polen (169 Millionen, -21,5 %), Spanien (157 Millionen, +21,1 %), Schweden (92 Millionen, +71,4 %).
Die Auslastung der Produktionskapazität, deren jährlicher Durchschnitt von 86,2 % im Jahr 2023 auf 77,3 % im Jahr 2024 ist leicht zurückgegangen. Ebenfalls leicht rückläufig auch die Auftragslage, bei einer gesicherten Produktion von 6,5 Monaten, gegenüber den 7,3 Monaten im Vorjahr.
Der Branchenumsatz blieb bei 9.340 Millionen Euro stehen.
Prognose 2025
Wie aus den vom Centro Studi & Cultura di Impresa von Ucimu erarbeiteten Prognosen hervorgeht wird die italienische Herstellerindustrie von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen im Jahr 2025 einen leichten Aufschwung verzeichnen. Alle Wirtschaftsindikatoren werden wieder im grünen Bereich stehen, aber das Wachstum wird sehr gering sein.
Die Produktion wird sich bei 6.490 Millionen Euro einpendeln (+2,6 %). Der Export hingegen wird mit einem erwarteten Anstieg von +1 % einen neuen Höchststand von 4.315 Millionen Euro erreichen.
Auch die Lieferungen auf dem Inlandsmarkt werden wieder zunehmen (+5,9 %) und sich auf 2.175 Millionen Euro belaufen, unterstützt von dem langsamen Wiederanstieg des Inlandsverbrauchs, der auf 3.910 Millionen Euro steigen wird (+5,5 %). Auch der Import wird ein positives Zeichen setzen und sich auf 1.735 Millionen (+4,9 %) belaufen.
Kommentare und Vorschläge zur Industriepolitik
Riccardo Rosa, Präsident von Ucimu, sagte auf seiner ersten Versammlung: „Nach dem schwierigen 2024 sollte uns das Jahr 2025 etwas zufriedener stimmen. Angesichts der Reihe besorgniserregender Phänomene, von Handelskonflikten bis hin zu militärischen Konflikten, müssen wir jedoch mehr denn je die bedingte Stimmung nutzen. All dies erschwert unsere Arbeit und zwingt die Unternehmen zu großen Anstrengungen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Und deshalb müssen wir weiterhin in Innovation, Kontextwissen und Aus- und Weiterbildung investieren.“
„Dank der Vernetzung, des Datenmanagements, der Sensoren, der Vision- und Fernsteuerungssysteme sowie der Künstlichen Intelligenz sind die Werkzeugmaschinen der neuesten Generation die wahren „Enabler“ der digitalen und umweltfreundlichen Transformation von Betrieben. Wir sind stolz darauf“, so Rosa, „wie sehr unsere kleine Welt, die hauptsächlich aus KMU besteht, zum Fortschritt der italienischen Fertigung beigetragen hat, aber wir sind uns bewusst, dass diese Entwicklung auch dank der Maßnahme 4.0 und 5.0 möglich war , die den Markt unterstützt und angeregt hat.“
„In einem so entscheidenden Moment wie diesem, den wir gerade erleben, mit einer ausgesprochen schwachen Inlands- und Auslandsnachfrage, sind die Förderungsinstrumente unerlässlich, um den fortschreitenden und notwendigen Wandel zu unterstützen. Auch weil – fuhr der Präsident von Ucimu fort – Deutschland, unser erster Ansprechpartner in Europa, sich bald einen Plan zur Unterstützung und Wiederbelebung seiner Industrie zurechtlegen wird".
„Wenn die deutsche Lokomotive wieder in Gang kommt, müssen wir – als erster Waggon dieses Zuges, der bis heute noch nie angehalten hat – bereit sein, um weiter in der Produktionskette des Made in Germany arbeiten zu können, die mit der Ungewissheit der Zölle, sehr lange Strecken zurücklegt und unsere Produkte weltweit vertreibt.“
„Wir bitten unsere Regierung um eine sofortige Intervention für das laufende Jahr bezüglich Transizione 5.0, um die Verlängerung seiner Gültigkeit über den geplanten Termin hinaus zu erreichen. Sollte dies nicht möglich sein, fordern wir zumindest, die noch vorhandenen Mittel in neue Maßnahmen umzuwandeln. In diesem Zusammenhang denken wir, dass man schon jetzt über die nationalen politischen Maßnahmen nachdenken muss, die die Entwicklung der Industrie ab 2026 begleiten sollen".
Auf der Grundlage unserer Erfahrungen sind wir der Ansicht, dass strukturelle Maßnahmen erforderlich sind, die es den Unternehmen ermöglichen, ihre Investitionen mit Zuversicht zu planen und so untragbare auftragsintensive Zeiten für die italienischen Hersteller zu vermeiden, die sich auf die Auftragsfertigung spezialisiert haben. Allzu oft riskieren die KMU, sogar wichtige Aufträge zu verlieren, weil die Lead Time eines zu stark maßgeschneiderten Produkts wie unseres die Lieferung laut der von den Fördermaßnahmen vorgesehenen Fristen nicht gewährleistet werden kann, wodurch unter anderem der Import begünstigt wird. Kurz gesagt, ein doppelter Schaden.“
Wirtschaftliches und geopolitisches Umfeld
Im Hinblick auf den Kontext werden zwei große Fragen aufgeworfen, die sich die europäischen Unternehmen stellen müssen: „Was wird aus dem Automotive-Sektor Made in EU und all seinen Zulieferern? Und wie werden wir uns gegen die viel gefürchtete Zollpolitik zur Wehr setzen, die einen Dominoeffekt in allen Teilen der Welt auslösen könnte?"
Riccardo Rosa fuhr fort: „Über die Elektrifizierung des Motors betonen wir noch einmal die Notwendigkeit, das Prinzip der technologischen Neutralität geltend zu machen. Auch weil bei der Nachhaltigkeit dieses Übergangsprozesses neben den Umweltauswirkungen auch die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen berücksichtigt werden müssen. Als europäische Unternehmer und Bürger wissen wir sehr gut, dass das Interesse der jungen Leute am Auto unendlich geringer ist als bei den vorherigen Generationen, aber wir entscheiden uns dafür, Asien unseren gesamten Markt zu überlassen und riskieren die Verödung eines wichtigen Teils der Wirtschaft des Euro-Währungsgebiets, Vorbedingung für die Verarmung der Bevölkerung. Das darf nicht passieren".
„Gemeinschaftliche Politiken sind erforderlich, um die Umstellung der Anlagen auf andere Produktionszweige zu begleiten. Außerdem können die Fonds und die Entwicklungspläne für die Wiederbewaffnung, die Verteidigung und die Luft- und Raumfahrt zwar der Industrie der Eurozone neuen Schwung verleihen, aber in diesen Bereichen kann man nicht improvisieren. Der Eintritt in die Galaxie der großen Player dieser Welten bedeutet, sich strengen Bewertungen und Zertifizierungen zu unterziehen. Und oft stellen die geforderten Anforderungen für viele kleine und mittlere Unternehmen von vornherein eine große Hürde dar."
Riccardo Rosa sagte weiterhin: „Im Jahr 2024 waren die USA mit über 600 Millionen verkauften Maschinen unser erster Zielmarkt. Unser Produkt wird dort sehr geschätzt und die amerikanischen Betriebe brauchen dringend importierte Maschinen, weil die inländische Produktion absolut nicht ausreicht, um die Nachfrage zu befriedigen. Aus diesem Grund können wir davon ausgehen, dass die Eingangszollschranken für uns nicht besonders nachteilig sein werden. Problematischer könnte der indirekte Effekt von Zöllen auf die Produkte sein, in deren Produktionsketten wir tätig sind.“
„Was jedoch sehr nachteilig ist, ist die Unsicherheit, die wahre Abschreckung für Investitionen in Produktionstechnologie, sei es im Zusammenhang mit dem von Präsident Trump so propagierten Handelskrieg oder noch schlimmer im Zusammenhang mit der Instabilität des Nahen Ostens".
„All dies – so Riccardo Rosa – zeigt, wie heute die Geopolitik in unseren Alltag und in die Tätigkeit unserer Unternehmen eingedrungen ist. Wir müssen uns alle vorbereiten, um zu lernen mit dem Wandel umzugehen und die Ereignisse durch Konfrontation und Dialog mit Kollegen, Institutionen und auch durch die Unterstützung der repräsentativen Organisationen, denen wir angehören, zu interpretieren".
Aus- und Weiterbildung
Riccardo Rosa sagte abschließend: „Wir müssen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und junger Leute investieren, die die Zukunft unserer Unternehmen sind. Die Maschinen neuester Generation brauchen Menschen, die in der Lage sind, sie zu verwalten, zu programmieren und zu nutzen. Aus diesem Grund hat Ucimu sein Engagement in der Ucimu Academy verstärkt und wird dies in Zukunft weiter tun, ein Projekt, zu dem alle Initiativen gehören, die sich der Verringerung des Missverhältnisses zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage widmen. Dazu gehört die Entwicklung von Kooperationen mit Sekundarschulen, Universitäten und ITS-Academy-Stiftungen, die mit dem Maschinenbau in Verbindung stehen und Talente für unsere Betriebe fördern.“

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