Wiederaufbereitung von Vollhartmetall- und HSS-Werkzeugen von Maykestag
Hartmetallwerkzeuge zählen heute zu den wertvollsten Betriebsmitteln in der Zerspanung. Spätestens seit der massiven Rohstoffexplosion bei Wolframcarbid steht für viele Fertigungsbetriebe fest: Die wirtschaftliche Wiederaufbereitung hochwertiger Werkzeuge wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Genau hier setzt das Werkzeugservice der Alpen-Maykestag GmbH an. Mit hoher Fertigungskompetenz, modernster Schleiftechnologie, hochpräziser Messtechnik und umfassendem Prozess-Know-how werden dort Fräser, Bohrer, Senker, Reibahlen und auch Sonderwerkzeuge wieder auf Höchstleistung gebracht.
In Ferlach bietet Maykestag die Wiederaufbereitung von Vollhartmetall- und HSS-Werkzeugen für eigene Produkte sowie Fremdfabrikate an. (Bilder: x-technik)
Werkzeugservice bei Maykestag
• Bis zu 5-fache Werkzeugnutzung durch professionelle Wiederaufbereitung
• Deutlich geringere Kosten im Vergleich zum Neukauf
• Original-Maykestag-Geometrie und Beschichtung für hohe Performance
• Werkzeugservice für Maykestag- und Fremdprodukte
• Kompletter Serviceprozess von Abholung bis Rücklieferung
• Hochpräzise Vermessung und Dokumentation
• Kurze Durchlaufzeiten von rund zwei Wochen
• Nachhaltige Ressourcenschonung durch reduzierten Materialeinsatz
Die Preisentwicklung bei Hartmetallrohstoffen verändert derzeit grundlegend die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Zerspanung. Besonders deutlich zeigt sich das bei Wolframcarbid. Der APT-Preis für Wolfram erreichte Anfang Mai 2026 historische Höchststände. Seit Anfang 2025 stieg der Preis um mehr als 500 Prozent und liegt mittlerweile bei über 3.000 USD pro Metric Ton Unit. Die Auswirkungen auf Preise und Produktionskosten sind enorm und betreffen die gesamte Wertschöpfungskette der Zerspanungstechnik.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die professionelle Wiederaufbereitung von Zerspanungswerkzeugen massiv an Bedeutung. Was früher vielfach als ergänzende Serviceleistung betrachtet wurde, entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Faktor in der Fertigung. Hier setzt die Salzburger Alpen-Maykestag GmbH mit ihrem Werkzeugservice am Produktionsstandort Ferlach in Kärnten an. Das Unternehmen bietet die Wideraufbereitung von Vollhartmetall- und HSS-Werkzeugen für eigene Produkte ebenso wie für Fremdfabrikate an.
„Qualität ist für uns nicht nur ein Versprechen, sondern ein messbarer Anspruch in jedem einzelnen Werkzeug.
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Höchste Performance erreichbar
Der Aufwand dafür ist beträchtlich. Denn ein professionell nachgeschliffenes Werkzeug muss in vielen Fällen annähernd jene Performance erreichen, die Anwender von einem Neuprodukt erwarten. Dafür benötigt es nicht nur moderne Schleiftechnik, sondern vor allem Fertigungskompetenz, Geometriewissen, Beschichtungstechnik, Messtechnik und stabile Prozesse. „Werkzeugservice bedeutet, dass wir unseren Kunden den Service bieten, Werkzeuge in perfekter Qualität wieder nachzuschärfen, um damit Kosten zu sparen“, erklärt Markus Tschebull, Leiter Sonderwerkzeuge und Werkzeugservice bei Maykestag. „Insbesondere in Zeiten extrem hoher Rohstoffpreise wird das immer wichtiger.“
Auf modernen CNC-Schleifmaschinen werden die Werkzeuge präzise nachgeschliffen und regeneriert.
Rohstoffpreise verändern den Markt
Die Entwicklung der vergangenen Monate hat die gesamte Branche aufgeschreckt. Gleichzeitig steigen vielerorts die Anforderungen an Produktivität und Prozesssicherheit weiter an. Für viele Fertigungsbetriebe rückt deshalb die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie vorhandene Werkzeuge wirtschaftlich weiter genutzt werden können. Besonders bei hochwertigen Vollhartmetallfräsern und -bohrern ist das Einsparpotenzial beträchtlich. Genau darin liegt einer der größten Vorteile eines professionellen Werkzeugservice. Durch das Nachschleifen bleibt der Grundkörper erhalten. „Unser Kunde erspart sich dadurch den kompletten Materialeinsatz, und der macht den Hauptanteil der Kosten für ein neues Werkzeug aus“, betont Tschebull.
Je nach Typ und Anwendung können Werkzeuge mehrfach wiederaufbereitet werden. Bei Maykestag spricht man von drei (Anm. bei Fräsern) bis fünf (Anm. bei Bohrern) möglichen Wiederaufbereitungszyklen, je nach Verschleiß und Durchmesser. Damit lässt sich die wirtschaftliche Nutzungsdauer deutlich verlängern.
Auf modernen CNC-Schleifmaschinen werden die Werkzeuge präzise nachgeschliffen und regeneriert.
Fertigungskompetenz als Grundlage
Die Wiederaufbereitung von Präzisionswerkzeugen ist allerdings weit mehr als ein einfaches Nachschärfen von Schneiden. Entscheidend ist, dass die ursprüngliche Werkzeuggeometrie möglichst exakt wiederhergestellt wird – hier liegt die besondere Herausforderung. Maykestag greift dabei auf jene Kompetenzen zurück, die das Unternehmen seit Jahrzehnten im Werkzeugbau aufgebaut hat. In Ferlach entstehen hochwertige Bohrer, Fräser, Reibahlen, Senker, Frässtifte sowie Sonderwerkzeuge für unterschiedlichste Industriebereiche. „Unsere Kunden kommen aus allen denkbaren Bereichen wie Automobilindustrie, Luftfahrt, Maschinenbau oder Medizintechnik. Überall dort, wo höchste Präzision gefragt ist“, erklärt Ferlach-Betriebsleiter Karl Woschitz.
Speziell diese Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Hochleistungswerkzeugen bildet die Grundlage für das Werkzeugservice. Denn nur wer Geometrien, Freiwinkel, Spanräume und Schneidkanten exakt versteht, kann ein Werkzeug reproduzierbar aufbereiten. „Warum ist bei uns ein nachgeschliffenes Werkzeug so viel wert? Weil wir wieder die perfekte Geometrie aufbringen“, so Tschebull etwas plakativ und er ergänzt: „Bei Sonderwerkzeugen, insbesondere bei den von Fremdherstellern produzierten, sollten die Kunden die Konstruktionszeichnung mit den Toleranzen mitliefern, dann schleifen wir diese genau so nach.“
Eingangskontrolle als entscheidender Schritt
Der Prozess beginnt bereits beim Kunden. Maykestag bietet die Abholung der Werkzeuge ebenso an wie die komplette organisatorische Abwicklung des Serviceprozesses. Im Wareneingang in Ferlach erfolgt anschließend die erste Begutachtung. Dabei wird jedes Werkzeug einzeln geprüft und bewertet. Nicht jedes eignet sich automatisch für eine Wiederaufbereitung. Maßgeblich sind Verschleißzustand, Geometrie und verbleibendes Material. „Wir entscheiden dann, welche Geometrie nachgesetzt werden kann, mit dem Ziel, das Werkzeug wieder an die optimale Leistung zu bringen“, so Tschebull weiter.
Anschließend beginnt der eigentliche Schleifprozess. Dabei werden die Werkzeuge auf modernen CNC-Schleifmaschinen bearbeitet und die ursprünglichen Schneidengeometrien möglichst exakt rekonstruiert. Vor allem bei Vollhartmetallfräsern und -bohrern spielt die Geometrie eine zentrale Rolle. Sie beeinflusst Schnittverhalten, Spanbildung, Standzeit und Prozesssicherheit unmittelbar.
Geometrie entscheidet über Performance
Welche Bedeutung die Werkzeuggeometrie heute hat, zeigt sich besonders bei anspruchsvollen Materialien und steigenden Anforderungen an Bearbeitungszeiten. „Die größten Herausforderungen in der Zerspanung sind immer schwierigere Materialien, die zerspant werden müssen, enge Toleranzen und natürlich auch noch die Bearbeitungszeiten, die für den Kunden immer wieder verkürzt werden sollten“, erklärt Christopher Rauter aus der Werkzeugentwicklung und Zerspanungstechnik bei Maykestag.
Dementsprechend exakt müssen Geometrien auf Material und Anwendung abgestimmt werden. „Die Geometrie ist essenziell für die Prozesssicherheit“, betont Rauter. „Sie muss exakt auf das zu bearbeitende Material zugeschnitten sein.“ Dieses Wissen fließt bei Maykestag nicht nur in Neuentwicklungen und Sonderwerkzeuge ein, sondern auch direkt in den Wiederaufbereitungsprozess. Ziel ist es, wie bereits erwähnt, die ursprüngliche Leistungsfähigkeit möglichst exakt wiederherzustellen. „Ein professionell nachgeschliffenes Werkzeug mit originaler Maykestag-Geometrie und Beschichtung kann nahezu dieselbe Standzeit wie ein neues erreichen“, so Rauter weiter.
Messtechnik sichert reproduzierbare Qualität
Nach dem Schleifprozess folgt die Qualitätskontrolle. Im Messraum in Ferlach werden die Werkzeuge auf drei hochpräzisen Zoller-Universal-Messmaschinen vom Typ „genius“ vollständig vermessen. Die Messdaten dienen nicht nur der Qualitätskontrolle, sondern auch der vollständigen Dokumentation der Wiederaufbereitung. Gerade im Bereich hochpräziser Zerspanungswerkzeuge ist diese reproduzierbare Mess- und Prüfqualität mitentscheidend. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass das Werkzeug wieder stabil und prozesssicher eingesetzt werden kann.
Neben der Geometrie spielt auch die Beschichtung eine zentrale Rolle. Nach dem Nachschleifen erhalten die Werkzeuge wieder jene Beschichtung, die optimal zur jeweiligen Anwendung passt. Durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Beschichtungspartnern kann Maykestag kurze Durchlaufzeiten realisieren. Ziel ist es, die Werkzeuge innerhalb von zwei Wochen wieder an den Kunden zurückzuliefern.
Komplettservice für eigene Werkzeuge und Fremdfabrikate
Das Werkzeugservice beschränkt sich dabei nicht ausschließlich auf Maykestag-Produkte. Das Unternehmen bietet die Wiederaufbereitung auch für Fremdfabrikate an. Bearbeitet werden Vollhartmetall- und HSS-Werkzeuge aus dem gesamten Standardprogramm. Dazu gehören unter anderem Bohrer, Fräser oder Reibahlen und auch Sonderwerkzeuge.
Durch die Kombination aus Fertigungskompetenz, Messtechnik, Beschichtung und Logistik entsteht in Ferlach ein umfassender Serviceprozess, der weit über das klassische Nachschärfen hinausgeht. „Im Namen Werkzeugservice steht auch das Wort Service drinnen“, formuliert es Tschebull. „Wir bieten dem Kunden an, das Werkzeug abzuholen, schnellstmöglich nachzuschleifen, zu beschichten und wieder direkt zurückzuliefern.“ In Ferlach hat man dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen – mit Fertigungskompetenz, Prozesswissen und einem Werkzeugservice, der sich zunehmend zu einem strategischen Faktor in der modernen Zerspanung entwickelt.














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