anwenderreportage

Zirkularfrässystem Typ 611 von Horn behebt Spanprobleme von RUD

Heben, Ziehen oder Zurren – dies sind nur wenige Aufgaben, welche Ketten im täglichen Einsatz bewerkstelligen. Die RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co KG aus Aalen (D) hat sich auf die Entwicklung und Produktion unterschiedlichster Kettensysteme spezialisiert. Für die Fertigung der einzelnen Komponenten vertraut das Unternehmen auf Werkzeugsysteme von Horn. Beim Schruppen von Kugellaufbahnen an einem Wirbel störten klemmende Späne den Fertigungsprozess. Mithilfe eines Zirkularfrässystems von Horn konnte die Herausforderung jedoch gelöst und die Prozesssicherheit deutlich erhöht werden.

Fräsen statt Drehen: Das Horn-Zirkularfrässystem löste bei RUD die Spanprobleme beim Schruppen von Kugellaufbahnen.

Fräsen statt Drehen: Das Horn-Zirkularfrässystem löste bei RUD die Spanprobleme beim Schruppen von Kugellaufbahnen.

Shortcut

Aufgabenstellung: Spanprobleme beim Schruppen von Kugellaufbahnen lösen.

Lösung: Zirkularfrässystem Typ 611 von Horn.

Nutzen: Vibrationsarmer Fräsprozess bei hoher Werkzeugstandzeit.

Seit dem Jahr 1875 fertigt die weltweit agierende RUD-Gruppe mit ihren Hauptentwicklungs- und Produktionsstandorten in Aalen zukunftsweisende Kettensysteme für vielfältige Einsatzgebiete. Zum einen bietet das Unternehmen sichere Anschlagmittelsysteme, Hebezeugkettensysteme sowie Fördersysteme. Zum anderen sorgen RUD-Gleitschutzketten für den optimalen Reifengrip bei winterlichen Verhältnissen und im harten Geländeeinsatz. Darüber hinaus dienen RUD-Reifenschutzketten dem Schutz von Radlaufflächen und Radflanken von Erdbewegungsmaschinen. Mit weltweit rund 1.700 Mitarbeitern gilt die RUD-Gruppe in ihrer Branche als Qualitäts- und Technologieführer.

Erfolgreiche Zusammenarbeit: Stefan Schermayer (links) im Gespräch mit dem Horn-Außendienstmitarbeiter Stephan Weiß.

Erfolgreiche Zusammenarbeit: Stefan Schermayer (links) im Gespräch mit dem Horn-Außendienstmitarbeiter Stephan Weiß.

Anwender: RUD Ketten

Die RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG wurde 1875 von Carl Rieger und Friedrich Dietz im schwäbischen Aalen gegründet. Nach dem Ausscheiden des kinderlosen Friedrich Dietz befindet sich das Unternehmen vollständig im Besitz der Familie Rieger, die es seitdem systematisch, konsequent und nachhaltig zu einem international erfolgreichen Familienkonzern ausgebaut hat. Heute ist die RUD Gruppe weltweit tätig und bietet mit ihren Hauptentwicklungs- und Produktionsstandorten in Aalen innovative und zukunftsweisende Kettensysteme und Komponenten für vielfältige Einsatzgebiete.

RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG
Friedensinsel
D-73432 Aalen
https://www.rud.com

Zentrales Element

Ein zentrales Element beim Anschlagen von Lasten ist der Wirbel. Dieses Bauteil ist ein Anschlagmittel mit einer axial drehbaren Verbindung zwischen zwei Anschlagelementen. Der Wirbel ermöglicht beim Heben, die angehängte Last drehbar zu machen. Dies hat zur Folge, dass sich beispielsweise Kettenglieder auf Zug nicht verdrillen können. Bei Kranhaken sorgt der Wirbel für eine drehbare Verbindung zwischen der Hakenflasche und dem Haken selbst. Je nach Einsatzzweck und der zu hebenden Last bestehen die Kontaktflächen der Wirbel nur aus Metallscheiben oder für den schweren Einsatz aus Wälzlagern.

„Beim Schruppen der Kugellaufbahnen des Wirbelgehäuses hatten wir erhebliche Probleme mit klemmenden Spänen“, erzählt CNC-Programmierer Stefan Schermayer. Während des Drehprozesses musste demzufolge die Maschine angehalten und die Späne von Hand aus dem Schmiedebauteil entfernt werden. Zur Vermeidung dieser Prozessunterbrechungen war eine Optimierung erforderlich.

Die Zirkularfräser eignen sich für zahlreiche Einsatzzwecke und erweisen sich als echte Multitalente.

Die Zirkularfräser eignen sich für zahlreiche Einsatzzwecke und erweisen sich als echte Multitalente.

Fräsen statt Drehen

„Während eines Seminars zum Stechdrehen bei Horn sprach ein Teilnehmer die Möglichkeit des Zirkularfräsens als Lösung bei Spanproblemen an“, erinnert sich Schermayer. „Als ich danach wieder bei uns an der Maschine stand, kam mir die Idee, das Fräsen bei uns zu testen.“ Daraufhin nahm sein Team Kontakt mit Stephan Weiß, dem für RUD zuständigen Horn-Außendienstmitarbeiter, auf. „Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass sich die typischen Spanprobleme einer Drehbearbeitung durch den Einsatz des Nutfräsens erfolgreich lösen lassen“, betont Weiß.

Zum Einsatz kommt eine sechsschneidige Fräsplatte des Typs 611, montiert an einem angetriebenen Werkzeug am Revolver. Im Fräsprozess fährt das Werkzeug in das Bauteil ein und schruppt die Kugellaufbahn in einer kreisförmigen Bewegung. Der Fräser schruppt die 11 mm lange und 3,0 mm tiefe Nut in vier Zustellungen. Die Schnittgeschwindigkeit liegt bei vc = 90 m/min. Der Hartmetallschaft mit dem aufgelötetem Plattensitz sorgt für einen vibrationsarmen Fräsprozess bei hoher Werkzeugstandzeit. Die innere Kühlmittelzufuhr sorgt hierbei für eine zielgerichtete Kühlung der Kontaktzone. Nach der Schruppbearbeitung schlichtet ein Drehwerkzeug die Kugellaufbahn auf das fertige Maß.

Das Zirkularfrässystem von Horn ist schnell, prozesssicher und erzielt gute Oberflächenergebnisse.

Das Zirkularfrässystem von Horn ist schnell, prozesssicher und erzielt gute Oberflächenergebnisse.

Multifunktionales Werkzeug

Als echtes Multitalent deckt das Zirkularfrässystem von Horn ein breites Anwendungsspektrum ab: Es eignet sich ab einem Innendurchmesser von 8,0 mm für die präzise Bohrungsbearbeitung, für das Schlitzfräsen ab 0,2 mm Nutbreite sowie für das Fräsen von Passverzahnungen. Ob in zahlreichen Standardausführungen oder als speziell ausgelegte Sonderlösung – das System überzeugt als zuverlässiger Problemlöser in vielen Bereichen der industriellen Zerspanung. „Das Zirkularfrässystem von Horn bietet dem Anwender eine Reihe von Verfahrensvorteilen: Es ist schnell, prozesssicher und erzielt gute Oberflächenergebnisse. Dabei taucht das auf einer Helixbahn geführte Werkzeug schräg oder sehr flach in das Material ein. Dadurch lassen sich beispielsweise Gewinde in reproduzierbar hoher Qualität herstellen. Im Vergleich zur Bearbeitung mit Wendeschneidplatten bei größeren Durchmessern oder VHM-Fräsern bei kleineren Durchmessern ist Zirkularfräsen in der Regel wirtschaftlicher“, geht Weiß ins Detail.

Zirkularfräser haben ein breites Einsatzgebiet. Sie bearbeiten Stahl, Sonderstähle, Titan oder Aluminium und Sonderlegierungen. Die Präzisionswerkzeuge eignen sich besonders für die Prozesse Nutfräsen, Bohrzirkularfräsen, Gewindefräsen, T-Nutfräsen, Profilfräsen sowie Verzahnungsfräsen. Sie überzeugen aber auch in Sonderanwendungen wie dem Fräsen von Dichtnuten oder bei der Pleuelbearbeitung.

Die Wirbel ermöglichen das Drehen von angeschlagenen Lasten. (Bild: RUD)

Die Wirbel ermöglichen das Drehen von angeschlagenen Lasten. (Bild: RUD)

Langjährige Partnerschaft

Bei RUD setzt man seit über 20 Jahren auf die Werkzeugsysteme von Horn. „Die Qualität und der Service von Horn sind der Grund, warum wir auf die Werkzeuge aus Tübingen setzen“, betont Stefan Schermayer zum Abschluss. Deshalb kommen in der Fertigung von RUD neben dem Zirkularfrässystem auch weitere Werkzeuglösungen von Horn erfolgreich zum Einsatz.

Produkt im Einsatz

<b>Paul Horn Typ 611: </b>Zirkularfräser haben ein breites Einsatzgebiet. Sie bearbeiten Stahl, Sonderstähle, Titan oder Aluminium und Sonderlegierungen. Die Präzisionswerkzeuge eignen sich besonders für die Prozesse Nutfräsen, Bohrzirkularfräsen, Gewindefräsen, T-Nutfräsen, Profilfräsen sowie Verzahnungsfräsen.

Paul Horn Typ 611

Zirkularfräser haben ein breites Einsatzgebiet. Sie bearbeiten Stahl, Sonderstähle, Titan oder Aluminium und Sonderlegierungen. Die Präzisionswerkzeuge eignen sich besonders für die Prozesse Nutfräsen, Bohrzirkularfräsen, Gewindefräsen, T-Nutfräsen, Profilfräsen sowie Verzahnungsfräsen.

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