anwenderreportage

Hainbuch Mando: Prozesse verkürzt, Flexibilität erhöht

Neues Maschinen- und Spannmittelkonzept: Die Steinel Normalien AG, Spezialist und Systemanbieter in der Stanz- und Umformbranche, stellt in puncto Genauigkeit höchste Anforderungen an die Fertigung. Im Zuge permanenter Prozessoptimierungen konnte Steinel durch ein neues Maschinenkonzept und durch die Wahl der passenden Spannmittel seine Rüst- und Durchlaufzeiten reduzieren. Mit einem neuen Dreh- und Fräszentrum, den neuen Spannmitteln von Hainbuch, dem riesigen Werkzeugfundus und einem ausgeklügelten Drehkonzept ist die Fertigungs-Flexibilität wesentlich gestiegen.

Der Hainbuch Spanndorn spannt fest und stabil. Zudem ist er absolut genau.

Der Hainbuch Spanndorn spannt fest und stabil. Zudem ist er absolut genau.

Michael Tresselt
Prozessentwickler bei Steinel

„Stand heute sparen wir mit den neuen Spannmitteln schon 60 Minuten beim Rüsten ein. Es gibt noch etwas Luft nach unten, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Für die Mitarbeiter funktioniert das Handling mit den neuen Spannmitteln jedenfalls hervorragend.“

Für die beiden Projektverantwortlichen Michael Tresselt, zuständig für die Prozessentwicklung, und James Hepfer, Schichtführer in der Dreherei, war es an der Zeit, das Maschinenkonzept zu überdenken. Demnach sollte die bisherige Drehmaschine ausgetauscht und zwei weitere Maschinen ersetzt werden. Bei den Anforderungen an die neue Maschine und an die Spannmittel waren sich beide einig: „Wir wollten mit dem neuen Drehkonzept sehr flexibel werden und das Rüsten optimieren. Zusammen mit dem Maschinenhersteller haben wir die Drehstrategie entwickelt. Die Maschinenwahl fiel auf ein Dreh- und Fräszentrum und um die Spannmittel rasch wechseln zu können, waren passende Schnellwechselsysteme gefragt. Folglich haben wir einige Spannmittellieferanten und deren Wechselsysteme unter die Lupe genommen.“

Als in dieser Projektphase Thomas Helfer, Werksvertretung vom Spannmittelhersteller Hainbuch, bei Steinel zu einem Routinebesuch vorbeischaute, wurde selbstverständlich auch hier geprüft, was es so an Schnellwechselsystemen im Programm gab. Mit den Spannmitteln und Spannköpfen von Hainbuch, die bereits bei Steinel im Einsatz sind, ist man sehr zufrieden. Doch bis dato wurde noch kein größeres Projekt gemeinsam umgesetzt. In diesem Fall ging es aber um eine große Investition und Tresselt und Hepfer waren von den bisher gesichteten Lösungen nicht ganz überzeugt.

So sind die Schnellwechselsysteme und die Spannmittel sicher und sauber verstaut.

So sind die Schnellwechselsysteme und die Spannmittel sicher und sauber verstaut.

Infos zum Anwender

Die Marke Steinel steht für ein traditionsreiches Familienunternehmen am Standort Villingen-Schwenningen (D). Die Steinel Normalien AG beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und bietet 25.000 verschiedene Lagerartikel und Katalogprodukte sowie Werkzeugbau in der Folgeverbund- und Bihlertechnologie an. Steinel Gasdruckfedern und Verbundsysteme stellen im Stanz- und Biegewerkzeug eine Alternative zu herkömmlichen Systemfedern dar.

Drei Hersteller im Rennen

„Wir haben daraufhin eine Bewertungsmatrix der Schnellwechselsysteme am Markt erstellt. Nach genauer Prüfung hat uns dann Hainbuch mit seinen flexiblen und hochgenauen Spannmitteln überzeugt“, berichtet Tresselt. Hainbuch punktete vor allem bei der Unempfindlichkeit gegen Verschmutzung und der Wiederholgenauigkeit. „Beim Wettbewerber von Hainbuch funktioniert das System über Zug, bei Hainbuch muss zwar geschraubt werden, aber dafür ist es genauer und stabiler. Es sind nur sechs Schrauben und die müssen etwas gelöst werden, somit geht es ganz fix. Mit den Spänen hatten wir beim Konkurrenz-Produkt auch so unsere Probleme. Kommen bei diesem schmutzempfindlichen Wechselsystem kleinste Staubpartikel rein, dann leidet die Genauigkeit und Stabilität. Die Plananlage und die Centrotex-Schnittstelle von Hainbuch haben uns voll überzeugt“, erklärt Hepfer die Unterschiede der beiden Wechselsysteme und Tresselt ergänzt: „Hainbuch gibt bei der Wechselgenauigkeit gleich kleiner zwei µm an und die Konkurrenz ein Hundertstel. Dies ist für uns absolut wichtig. Wir haben bei unseren Werkstücken enge Vorgaben, die wir einhalten müssen. Denn bei der Qualität, egal ob Standardprodukt oder individuelle Kundenlösung, kennen wir keine Kompromisse. Wir garantieren Premiumprodukte mit höchster Güte. Zudem bekommen wir bei Hainbuch alles aus einer Hand. Mit dem Schnellwechselsystem Centrotex auf der Haupt- und Gegenspindel in Kombination mit dem sechseckigen Spannfutter Toplus Größe 100 und einem Backenfutter in der Größe 260 sind wir sehr flexibel und alles ist untereinander tauschbar.“

Erfolgreiches Projektteam (v.l.n.r.): Thomas Helfer, Werksvertretung von Hainbuch, Ilse Tresselt, Einkaufsleiterin bei Steinel, Michael Tresselt, Prozessentwickler bei Steinel und James Hepfer, Meister Dreherei bei Steinel.

Erfolgreiches Projektteam (v.l.n.r.): Thomas Helfer, Werksvertretung von Hainbuch, Ilse Tresselt, Einkaufsleiterin bei Steinel, Michael Tresselt, Prozessentwickler bei Steinel und James Hepfer, Meister Dreherei bei Steinel.

Potenzial von Spanndornen entdeckt

Jetzt waren zwar für die Fertigung der hochpräzisen und langlebigen Führungselemente sowie Gasdruckfedern auf der bisherigen Drehmaschine die richtigen Spannmittel gefunden, doch es sollten zusätzlich noch kubische Gussteile mit unterbrochenem Schnitt auf der neuen Maschine gefertigt werden. Diese wurden seither auf den beiden anderen Maschinen aufwendig mit einem Backenfutter hergestellt. „Zuerst wurden die Teile gedreht und dann gefräst. Das bedeutet zweimal rüsten. Hainbuch hat uns für diese Spannung einen Dorn empfohlen. Wir haben Hainbuch für einen Drehversuch ein Musterteil mitgegeben“, erinnert sich Hepfer.

„Wir waren uns nicht sicher, ob mit dem Mando Spanndorn das Werkstück hält, wie Hainbuch versprochen hat. Doch wir waren überrascht wie fest und stabil der Dorn spannt und mit welcher Genauigkeit. So sparen wir uns eine Operation sowie das Umrüsten. Damit verkürzt sich natürlich die Durchlaufzeit deutlich und die Teile können durch die geringe Störkontur des Spanndorns auch seitlich bearbeitet werden. Das Mando System gefällt uns überaus gut und jetzt überlegen wir sogar, welche Werkstücke wir noch mit dem Dorn spannen können“, führt Tresselt weiter aus.

Kleine Losgrößen – viele Umrüstungen – große Einsparungen

Steinel legt sehr viel Wert auf Flexibilität – verständlich, wenn die Losgrößen bei den Standard-Gussteilen und bei den Gasdruckfedern sehr gering sind. Doch die will Steinel mit dem neuen Konzept weiter reduzieren, um noch stärker und flexibler auf die Kundenwünsche einzugehen. „Wenn die neuen Programme auf der Maschine optimal laufen, die Mitarbeiter Routine und eine gewisse Sicherheit haben, werden wir die Losgrößen verringern. Stand heute sparen wir mit den neuen Spannmitteln schon 60 Minuten beim Rüsten ein. Es gibt noch etwas Luft nach unten, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Für die Mitarbeiter funktioniert das Handling mit den neuen Spannmitteln jedenfalls hervorragend. Wir haben auch die dazugehörige Wechselvorrichtung Monteq und zwei Rollcontainer gekauft, damit alles aufgeräumt und griffbereit für die Mitarbeiter ist“, schildert Tresselt. Eine Schulung zum optimalen Rüsten gab es noch oben drauf. „Die Schulungen bei Hainbuch sind echt super, die Mitarbeiter kommen immer mit tollen Ideen zurück und setzten das Gelernte sofort in die Tat um“, lobt Tresselt.

Serviceleistung steht an erster Stelle

Was neben den ganzen Einsparungen und Vorteilen mit den Spannmitteln für Tresselt am Wichtigsten ist, ist die hervorragende Unterstützung durch Thomas Helfer, der Werksvertretung von Hainbuch. „Wenn wir mal ein Problem haben, können wir auf Hainbuch zählen. Außerdem stellten sie uns kostenlos Teile zur Verfügung, damit wir Versuche machen können. Und das ist nicht selbstverständlich. Bevor wir uns entscheiden und bestellen, möchten wir gerne alles prüfen und testen. Deshalb bestellen wir für zwei weitere Maschinen mit Stangenlader nochmal dieselben Spannmittel von Hainbuch, damit wir unter allen drei Maschinen tauschen können“, so Tresselt abschließend.

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