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Transparentes Fairplay beim Handel mit Gebrauchtmaschinen

: Gindumac


Der weltweite Markt für gebrauchte metall- und kunststoffverarbeitende Maschinen wird auf einen dreistelligen Milliarden Eurobetrag geschätzt. Ein interessantes Betätigungsfeld, in dem seit einigen Jahren auch die von Janek Andre und Benedikt Ruf ins Leben gerufene Global Industrial Machinery Cluster-Bewegung aktiv ist. Gindumac versteht es, mit digitalen Geschäftsmodellen und einem transparenten Fairplay zu punkten. Nähere Details dazu erfuhren wir von Benedikt Ruf, der als Managing Director u. a. den Markenaufbau der Online-Plattform verantwortet. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik

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Die von Janek Andre und Benedikt Ruf ins Leben gerufene Global Industrial Machinery Cluster-Bewegung Gindumac versteht es, mit digitalen Geschäftsmodellen und einem transparenten Fairplay zu punkten.

Die von Janek Andre und Benedikt Ruf ins Leben gerufene Global Industrial Machinery...

Was hat Sie und Herrn Andre dazu bewogen, eine digitale An- und Verkaufsplattform für Gebrauchtmaschinen ins Leben zu rufen?

Das Geschäftsmodell lokaler Händler basiert weitestgehend auf Lagerhaltung. Das heißt, dass niedrige Einkaufspreise und hohe Verkaufspreise zur Refinanzierung temporärer Lagerkapazitäten und doppelter Logistikaufwendungen erzielt werden müssen. Der Händler gewinnt, Verkäufer und Käufer verlieren. Genau hier liegt unser Antrieb, ein von Digitaltechnologie und Datenintelligenz getriebenes Handelsmodell zu etablieren, in dem alle Parteien gewinnen. Unsere Online-Plattform gibt uns die notwendige Prozesseffizienz, um eine transparente Maschinendokumentation, faire Margen und eine globale Transaktionsabwicklung anbieten zu können.

Sie versprechen sowohl Verkäufern als auch Käufern vom Erstkontakt bis zum Projektabschluss vollständige Transparenz?

Ja, das ist unser Erfolgsrezept. Die Vermarktung einer gebrauchten Werkzeugmaschine beginnt bei uns stets mit einem persönlichen Kontakt. Gemeinsam mit dem Verkäufer stimmen wir die Erwartungshaltungen für ein beidseitig maximal erfolgreiches Handelsgeschäft ab.

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Welche Art von Maschinen kaufen Sie an?

Wir fokussieren uns auf die Vermarktung von Werkzeugmaschinen, Blechbearbeitungsmaschinen, Kunststoffverarbeitungsmaschinen und Robotik. In der Regel sind alle Maschinen, die bis zuletzt unter Produktionsbedingungen gelaufen sind, für eine Vermarktung interessant.

Wie kann ein Kunde sichergehen, dass er bei Gindumac „was Gscheites“ kauft?

Wir dokumentieren jede Maschine in ihrem Ist-Zustand und zeigen dies über technische Dokumentationen, Bilder und Videos in voller Transparenz. Somit erhalten potenzielle Käufer einen umfassenden Blick auf den Zustand einer Maschine. In vielen Fällen organisieren wir auch gemeinsame Vor-Ort-Besichtigungen. Zusätzlich gibt es dann noch die Möglichkeit eines Premium-Checks. Der Käufer entscheidet, welchen Grad der „Risikoabsicherung“ er wünscht.

Wie weit reicht das Angebotsspektrum von Gindumac?

Unser Geschäftsmodell basiert auf einer ganzheitlichen Transaktionsabwicklung. An- und Verkauf ist nur ein Teilprozess davon. Weitere Bausteine unseres Full-Service-Konzepts
sind die Maschinenbewertung, das Projektmanagement sowie die Logistik- und Zahlungsabwicklung. Zusätzlich bieten wir Finanzierungsmöglichkeiten und Premium-Inspektionen für Käufer an. Da wir über ein breites Partnernetzwerk in der Fertigungsindustrie verfügen, vermitteln wir bei Bedarf auch weitere Services.

Welche Pläne verfolgt Gindumac in Österreich?

Wir wollen auf der einen Seite unsere Bekanntheit in Österreich weiter ausbauen und neue Vermarktungsprojekte akquirieren und auf der anderen Seite mit bestehenden Kunden weitere Projekte angehen.

Die österreichische Fertigungsindustrie verfügt über hochqualitative Maschinenparks. Vor allem bei Neuinvestitionen wäre es für uns interessant, die globale Vermarktung der Gebrauchtmaschinen übernehmen zu können.

Die von Janek Andre und Benedikt Ruf ins Leben gerufene Global Industrial Machinery Cluster-Bewegung Gindumac versteht es, mit digitalen Geschäftsmodellen und einem transparenten Fairplay zu punkten.


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