Wiener Produktionstechnik Kongress 2016

Europas Stärke ist die Produktionstechnik: Die weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Werkzeugmaschinen, der Technologie und der Automatisierung kommen in die Wiener Hofburg – das Institut für Fertigungstechnik der TU Wien feiert 200. Geburtstag.

Wo liegt die wirtschaftliche Zukunft Europas? Für Prof. Bleicher von der TU Wien ist die Antwort klar: „Unsere Zukunft liegt im Maschinenbau verbunden mit der produktionstechnischen Kompetenz, da sind wir Weltspitze.“

Wo liegt die wirtschaftliche Zukunft Europas? Für Prof. Bleicher von der TU Wien ist die Antwort klar: „Unsere Zukunft liegt im Maschinenbau verbunden mit der produktionstechnischen Kompetenz, da sind wir Weltspitze.“

Termin: Termin

27. – 29. September 2016
Hofburg Wien
www.produktionstechnik.at

Wo liegt die wirtschaftliche Zukunft Europas? Für Prof. Bleicher von der TU Wien ist die Antwort klar: „Unsere Zukunft liegt im Maschinenbau verbunden mit der produktionstechnischen Kompetenz, da sind wir Weltspitze.“ Diese führende Position kann man nur behaupten, wenn man weiterhin Mut zu Innovationen zeigt. Welche Innovationen das sein werden und wie man gute Ideen am besten umsetzt, wird am 28. und 29. September 2016 in Wien diskutiert. Aus der ganzen Welt kommen SpitzenvertreterInnen aus Industrie und Wissenschaft zum „Wiener Produktionstechnik Kongress“ in die Hofburg.

Der Kongress steht dieses Jahr im Zeichen des 200-Jahr-Jubiläums des Instituts für Fertigungstechnik (IFT) der TU Wien. Der Institutsvorstand Friedrich Bleicher ist gleichzeitig Organisator des Kongresses. Bleicher arbeitet selbst seit vielen Jahren erfolgreich mit vielen verschiedenen Industriepartnern zusammen und ist überzeugt, dass die Innovationskraft der Industrie auch in Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit der universitären Forschung braucht.

Die Wiener Hofburg ist Veranstaltungsort des Wiener Produktionstechnik Kongresses 2016. (© Hofburg Vienna, Foto Manfred Seidl)

Die Wiener Hofburg ist Veranstaltungsort des Wiener Produktionstechnik Kongresses 2016. (© Hofburg Vienna, Foto Manfred Seidl)

Univ.Prof. DI Dr. Friedrich Bleicher
Vorstand des IFT der TU Wien

„Die größten Softwareunternehmen kommen heute zumeist aus den USA, die meiste Mikroelektronik wird wohl in Ostasien hergestellt, aber im Maschinenbau ist Europa immer noch vorne“

Digitale Produktion

Einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil bringt die Digitalisierung der Produktion. „Man kann heute ein ganzes Auto und dessen Fertigungsschritte vollständig am Computer entwickeln“, sagt Bleicher. „Die einzelnen Fertigungsabläufe werden modelliert und virtuell untersucht – so können sich modern ausgerichtete Unternehmen teure Experimente ersparen. Produkt- und Produktionsdaten werden dabei mehr und mehr zusammengeführt.“

Für die Entwicklung neuer Technologien ist die universitäre Forschung unerlässlich. So spielen in der modernen Fertigungstechnik etwa Erkenntnisse aus den Werkstoffwissenschaften eine wichtige Rolle. „Wenn man ein Werkstück zerspanend in die richtige Form bringt, dann kann die Geschwindigkeit des Formgebungsmechanismus zwischen der Werkstückoberfläche und der Schneide mittlerweile mehrere tausend Kilometer pro Stunde erreichen“, erklärt Bleicher. „Um dabei noch eine Präzision im Mikrometerbereich zu gewährleisten, braucht man hochentwickelte Werkzeug- und Maschinentechnik. Da hilft neben dem Experiment die Simulationstechnik.“

Viele solcher Simulationen können heute gekoppelt werden – am Ende steht die virtuelle Fabrik, durchmodelliert und mathematisch am Computer optimiert. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 fasst man heute viele dieser IT-Entwicklungen in der Produktionstechnik zusammen.

Echter Nutzen statt großer Worte

Bloß auf moderne Schlagworte zu schauen, ist für Friedrich Bleicher allerdings zu wenig: „Innovation um der Innovation willen, bringt niemandem etwas“, meint er. „Entscheidend ist: Rechnet sich die Innovation? Wenn ich den Kollegen aus der Industrie nicht erklären kann, welchen Vorteil sie durch eine neue Idee haben, warum sie dadurch Geld sparen oder die Effizienz steigern können, dann lässt man es besser bleiben.“ Insgesamt sieht Friedrich Bleicher die Zukunft von Europas Maschinenbau- und Produktionsindustrie positiv: „Die größten Softwareunternehmen kommen heute zumeist aus den USA, die meiste Mikroelektronik wird wohl in Ostasien hergestellt, aber im Maschinenbau ist Europa immer noch vorne.“

Akzeptieren müsse man allerdings, dass sich die Industrie und die von ihr bereitgestellten Arbeitsplätze ändern werden, meint Bleicher: „Leute die den ganzen Tag an einem Gerät stehen, die Türe öffnen und auf einen Knopf drücken, wird es in Zukunft nicht mehr geben – solche Tätigkeiten werden automatisiert.“ Wenn man den technologischen Fortschritt aber positiv sieht und als Chance begreift, dann gibt es keinen Grund für Pessimismus.

Kongress am 28. und 29. September

Die österreichische Fertigungstechnik hat Tradition: Bereits im Jahr 1816, kurz nach der Gründung der TU Wien, wurde Georg Altmütter als Professor für mechanische Technologie berufen. Er gilt als Begründer der systematischen Werkzeuglehre. Aus diesem Anlass trifft sich die internationale Elite der Produktionstechnik in Wien – darunter Spitzenvertreter aus zahlreichen, weltweit führenden Unternehmen und renommierten Forschungsinstituten.

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