Umati: eine gemeinsame Sprache für Werkzeugmaschinen

Mit großer internationaler Beteiligung präsentierte der VDW auf der EMO umati. 70 Unternehmen aus zehn Ländern haben auf der Messe 110 Maschinen und 28 Mehrwertdienste über die Standardschnittstelle umati miteinander vernetzt.

An einem zentralen Informationsstand in der Halle 9 zeigte der VDW auf einem Dashboard live, wie die Daten von 110 vernetzten Maschinen zusammenfließen.

An einem zentralen Informationsstand in der Halle 9 zeigte der VDW auf einem Dashboard live, wie die Daten von 110 vernetzten Maschinen zusammenfließen.

umati – universal machine tool interface ist eine Brancheninitiative des VDW. Sie wurde 2017 von den Firmen Chiron, DMG Mori, Emag, Grob, Heller, Liebherr-Verzahntechnik, Trumpf und United Grinding ins Leben gerufen. Ziel ist ein offener Standard zum Datenaustausch über den zugrundeliegenden globalen Interoperabilitätsstandard OPC UA. Darüber hinaus werden alle notwendigen Rahmenbedingungen definiert, um eine nahtlose und sichere Integration der Maschinen und Software beim Kunden zu gewährleisten. Schließlich zielt umati als Marke darauf ab, international übergreifend für Sichtbarkeit zu sorgen und die beteiligten Partner im Marketing und der Qualitätssicherung zu unterstützen.

Schneller und sicherer Datenaustausch

Den Standardisierungsaktivitäten im Rahmen einer Joint Working Group mit der OPC Foundation folgen mittlerweile knapp 100 Unternehmen aus aller Welt. „umati schlägt ein neues Kapitel in der Produktion auf“, sagte Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW, anlässlich der umati-Pressekonferenz auf der EMO in Hannover. „Die Schnittstelle ermöglicht Werkzeugmaschinenherstellern, ein weiteres Versprechen von Industrie 4.0 einzulösen: den einfachen, schnellen und sicheren Datenaustausch“, so Prokop weiter. Die Verbindung und die einheitliche Sprache von Maschinen, Anlagen und Software seien die wichtigste Voraussetzung, um in der Fertigung Nutzen aus der Digitalisierung zu ziehen. Dass sich die einzelne Firma nicht mehr um eine funktionierende Vernetzung kümmern müsse, sei ein ungeheurer Fortschritt.

Auch international hat umati bereits überzeugt. So haben sich ProdNet aus der Schweiz, Edgecross aus Japan und NCLink aus China mittlerweile auch an umati angeschlossen. Darüber hinaus unterstützen die Werkzeugmaschinenverbände aus China, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Spanien und Taiwan sowie der europäische Werkzeugmaschinenverband Cecimo das Projekt.

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