anwenderreportage

Flexibilität in der Großteilebearbeitung

Spezialisiert auf die Großteilebearbeitung setzt der steirische Lohnfertiger Maschinenbau Koller auf einen flexiblen und modernen Maschinenpark. Mit der Investition in die KC 110, einer Horizontal-Bohr- und Fräsmaschine in Kreuzbettausführung von der Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz, schließt man nun die Lücke zwischen den großen Bohrwerken und den kleineren Fräs- und Drehmaschinen. Autor: Ing. Robert Fraunberger / x-technik

Mit dem Ergebnis zufrieden v.l.n.r.: Die beiden Geschäftsführer Bernd Fladischer und Paul Wonaschütz, Maschinenbediener Andreas Grasmann sowie Manfred Lehenbauer, Geschäftsführer M&L – Maschinen und Lösungen.

Mit dem Ergebnis zufrieden v.l.n.r.: Die beiden Geschäftsführer Bernd Fladischer und Paul Wonaschütz, Maschinenbediener Andreas Grasmann sowie Manfred Lehenbauer, Geschäftsführer M&L – Maschinen und Lösungen.

Bernd Fladischer
Geschäftsführer Maschinenbau Koller

„Für die Tischgröße sind wir durch den sehr großen Störkreis sehr flexibel in unseren Bearbeitungsmöglichkeiten. Das Preis-Leitungsverhältnis ist gegenüber einem 5-Achs-Bearbeitungszentrum hervorragend. In diesem Fall ist das 4-achsige Konzept der KC 110 ein Volltreffer.“

Seit der Gründung im Jahr 1961 hat sich der Familienbetrieb Maschinenbau Koller auf die auftragsbezogene Fertigung von präzisen Bauteilen und Komponenten spezialisiert. „Von der Planung über die Projektierung, Konstruktion, Zerspanung und Montage fertigen wir kundenspezifische Bauteile, die bis zu 60 Tonnen schwer sein können“, fasst Bernd Fladischer, Geschäftsführer bei Maschinenbau Koller, die Tätigkeit des Steirer Unternehmens aus Seebach bei Aflenz zusammen.

Die aktuell 90 Mitarbeiter fertigen oder reparieren im 2-Schicht-Betrieb vor allem große Werkstücke für die unterschiedlichsten Branchen wie Schiffsbau, Energietechnik, Schmiedetechnik, allgemeinen Maschinenbau oder die Bahntechnik. Im Jahr 2014 hat das Unternehmen zudem erfolgreich die Zertifizierung für die Luftfahrtindustrie erreicht und ist nun mit der EN ISO 9100 ein Lieferant für die Luft- und Raumfahrt geworden. Aufgrund der unterschiedlichen Einsatzbedingungen werden auch die unterschiedlichsten Materialien bis hin zu hochfesten Legierungen bearbeitet. „Es gibt fast nichts, das wir nicht bearbeiten können“, so Fladischer weiter. Der Kundenkreis stammt dabei zu rund 90 Prozent aus Österreich.

Die Lehrlingsausbildung steht bei Maschinenbau Koller hoch im Kurs. In einer modern ausgestatteten Lehrlingswerkstätte mit einem eigenem Lehrlingsbeauftragten werden 14 Nachwuchskräfte zu Zerspanungstechnikern ausgebildet.

Die Lehrlingsausbildung steht bei Maschinenbau Koller hoch im Kurs. In einer modern ausgestatteten Lehrlingswerkstätte mit einem eigenem Lehrlingsbeauftragten werden 14 Nachwuchskräfte zu Zerspanungstechnikern ausgebildet.

Die Lehrlingsausbildung steht bei Maschinenbau Koller hoch im Kurs. In einer modern ausgestatteten Lehrlingswerkstätte mit einem eigenem Lehrlingsbeauftragten werden 14 Nachwuchskräfte zu Zerspanungstechnikern ausgebildet.

Die Lehrlingsausbildung steht bei Maschinenbau Koller hoch im Kurs. In einer modern ausgestatteten Lehrlingswerkstätte mit einem eigenem Lehrlingsbeauftragten werden 14 Nachwuchskräfte zu Zerspanungstechnikern ausgebildet.

Infos zum Anwender

Seit der Gründung in Jahr 1961 hat sich Maschinenbau Koller auf die auftragsbezogene Fertigung von hochpräzisen Bauteilen und Komponenten für innovative Branchen und zukunftsträchtige Märkte spezialisiert. Das Unternehmen aus Seebach bei Aflenz ist Spezialist, wenn es um die Bearbeitung von Werkstücken wie Hubschrauberkomponenten, Schiffsbauteilen oder Bauteilen für Energieanlagen oder Bergbaumaschinen geht.

Fachkräfte und Flexibilität gefordert

Im Bereich der Lohnfertigung sind gut ausgebildete Fachkräfte Voraussetzung, um mit höchster Qualität zerspanen zu können. Daher setzt Maschinenbau Koller seit Jahren auf eine modern ausgestattete Lehrlingswerkstätte mit einem eigenen Lehrlingsbeauftragten. Aktuell werden 14 Nachwuchskräfte zu Zerspanungstechnikern ausgebildet.

Neben dem Know-how der Mitarbeiter ist in der Lohnfertigung Flexibilität gefragt, nicht zuletzt bei Reparaturarbeiten, wo zudem schnelle Reaktionszeiten und entsprechende Fertigungsmöglichkeiten wichtig sind. Dahinter verbirgt sich zwangsweise ein umfangreicher und sehr flexibler Maschinenpark. „Wir bieten alle zerspanenden Fertigungsverfahren an, vom Sägen übers Drehen, Fräsen und Bohren, Tieflochbohren, Schleifen bis hin zum Honen und Stoßen an. Im Fräsen und Bohren bis zu einer Bauteilgröße von 10 x 3 Meter“, erklärt der Geschäftsführer. Zudem verfügt Maschinenbau Koller über eine entsprechende Qualitätssicherung, unter anderem mit einer 3D-Koordinatenmessmaschine LH 108 von Wenzel sowie moderne CAD/CAM-Lösungen.

Der Familienbetrieb Maschinenbau Koller ist auf die auftragsbezogene Fertigung von präzisen Bauteilen und Komponenten bis 60 t Bauteilgewicht spezialisiert.

Der Familienbetrieb Maschinenbau Koller ist auf die auftragsbezogene Fertigung von präzisen Bauteilen und Komponenten bis 60 t Bauteilgewicht spezialisiert.

Bohrwerk schließt Lücke

„Im Bereich der 100er-Spindel suchten wir eine neue horizontale Bohr- und Fräsmaschine, die die Lücke zwischen unseren großen Bohrwerken und den kleineren Fräs- und Drehmaschinen schließt“, erinnert sich Bernd Fladischer, wobei man für diese Investition klare Zielvorgaben hatte. Neben einer Innenkühlung und einer Spindeldrehzahl von mindestens 5.000 min-1 zum Konturenschlichten war vor allem ein möglichst großer Z-Weg zum Tiefbohren ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Von den drei infrage kommenden Herstellern setzte sich schließlich die Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz, in Österreich durch M&L – Maschinen und Lösungen vertreten, mit der Horizontal-Bohr- und Fräsmaschine KC 110 durch. „Uns hat einfach das Gesamtpaket überzeugt, sowohl technisch als auch preislich“, bringt es Fladischer auf den Punkt.

Natürlich verbirgt sich dahinter eine gewissenhafte Evaluierungsphase mit Testbearbeitungen und Werksbesuchen. „Wir haben jahrelange Erfahrungen im Maschinenbau und der Großteilebearbeitung. Wenn man die KC 110 betrachtet, weiß man, was man kauft“, bringt sich Co-Geschäftsführer Paul Wonaschütz ein.

Auch die hohe Fertigungstiefe innerhalb der Herkules-Gruppe, zu der Union Chemnitz gehört, hat die Geschäftsführer überzeugt. „Alle Know-how-Komponenten wie Getriebe, Köpfe, Betten, Pinolen etc. werden innerhalb der Gruppe selbst gefertigt“, weiß Manfred Lehenbauer, Geschäftsführer von M&L.

Eine 3D-Koordinatenmessmaschine LH 108 von Wenzel sorgt für die entsprechende Qualitätssicherung.

Eine 3D-Koordinatenmessmaschine LH 108 von Wenzel sorgt für die entsprechende Qualitätssicherung.

Die Zugängigkeit zum Arbeitsraum ist laut Maschinenbau Koller ausgezeichnet und aufgrund der Volleinhausung sowie der ebenen Ausführung ergibt sich ein sehr sicherer Arbeitsbereich.

Die Zugängigkeit zum Arbeitsraum ist laut Maschinenbau Koller ausgezeichnet und aufgrund der Volleinhausung sowie der ebenen Ausführung ergibt sich ein sehr sicherer Arbeitsbereich.

Technisch auf höchstem Niveau

„Die Horizontal-Bohr- und Fräsmaschinen der K-Serie in Kreuzbettausführung ermöglichen eine effiziente und präzise Komplettbearbeitung großer prismatischer Werkstücke“, so Lehenbauer weiter. Zudem garantieren die automatische Werkstückwechseleinrichtung und der hohe Grad an Automation minimale Nebenzeiten. Der Werkstückwechsel ist übrigens als Palettenwechsler oder in Doppeltischausführung auslegbar.

„Die KC 110 zeichnet sich durch ihre kompakte und robuste Bauweise aus. Dadurch bietet sie höchste Genauigkeiten trotz der großen Verfahrwege“, betont Lehenbauer. Verrippte Kastenständer aus einem Guss gewährleisten höchste Biegesteifigkeit. Der Arbeitsbereich liegt bei (X/Y/Z) 2.000 x 1.600 x 2.000 mm, die W-Achse (Pinole) bei 550 mm. „Das war unter anderem der Knackpunkt – bei ausgefahrener Pinole bietet die KC 110 trotzdem eine Drehzahl von 5.000 min-1. Das benötigt man zwar nicht immer, aber wenn, dann ist diese Kombination sehr wertvoll“, bringt Wonaschütz ein. Trotz der Drehzahl überzeugt die KC 110 mit einem hohen Drehmoment von 2.000 Nm. „Aufgrund des stabilen Maschinenbaus können wir schneller und genauer bearbeiten. Das schlägt sich auch positiv in den Werkzeugstandzeiten nieder“, freut sich Wonaschütz.

Auch die Tischbelastung mit maximal sechs Tonnen und die geringe Stellfläche trotz Volleinhausung überzeugte die Verantwortlichen bei Maschinenbau Koller. „Die Zugängigkeit ist ausgezeichnet und aufgrund der Volleinhausung sowie der ebenen Ausführung ergibt sich ein sehr sicherer Arbeitsbereich“, so Wonaschütz weiter.

Auch in puncto Genauigkeit ist man bei Maschinenbau Koller höchst zufrieden: „Alle linearen Achsen verfügen über Präzisionsrollenführungen, die eine genauso hohe Genauigkeit wie die Längenkompensation von Bohrspindel und Tragbalken garantieren“, begründet Manfred Lehenbauer. „Der große Z-Weg von 2.000 mm ist vor allem für tiefe Bohrungen bei langen Auskragungen von Vorteil.“

Der große Z-Weg von 2.000 mm ist vor allem für tiefe Bohrungen bei langen Auskragungen von Vorteil.

Der große Z-Weg von 2.000 mm ist vor allem für tiefe Bohrungen bei langen Auskragungen von Vorteil.

Die KC 110 der Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz überzeugt bei Maschinenbau Koller durch stabilen Maschinenbau, Flexibilität, Präzision sowie große Verfahrwege trotz geringer Stellfläche und Volleinhausung.

Die KC 110 der Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz überzeugt bei Maschinenbau Koller durch stabilen Maschinenbau, Flexibilität, Präzision sowie große Verfahrwege trotz geringer Stellfläche und Volleinhausung.

Die Zugängigkeit zum Arbeitsraum ist laut Maschinenbau Koller ausgezeichnet und aufgrund der Volleinhausung sowie der ebenen Ausführung ergibt sich ein sehr sicherer Arbeitsbereich.

Die Zugängigkeit zum Arbeitsraum ist laut Maschinenbau Koller ausgezeichnet und aufgrund der Volleinhausung sowie der ebenen Ausführung ergibt sich ein sehr sicherer Arbeitsbereich.

Ein Volltreffer

Das gesamte Konzept der KC 110 ist durchdacht und für viele Bauteile bei Maschinenbau Koller optimal ausgelegt. „Für die Tischgröße sind wir durch den sehr großen Störkreis sehr flexibel in unseren Bearbeitungsmöglichkeiten. Das Preis-Leitungsverhältnis ist gegenüber einem 5-Achs-Bearbeitungszentrum hervorragend. In diesem Fall ist das 4-achsige Konzept der KC 110 ein Volltreffer“, zeigt sich Wonaschütz sehr zufrieden, der auch noch die Betreuung seitens M&L und Union Chemnitz hervorhebt: „Auch das Servicekonzept bei Union Chemnitz funktioniert sehr gut und die technische Beratung im Vertrieb und After Sales ist einwandfrei.“

Zudem wurden auch die Mitarbeiter in die Investition mit eingebunden. „Nur mit motivierten und zufriedenen Mitarbeitern kann man letztlich ein hervorragendes Ergebnis liefern. Und die Akzeptanz für die KC 110 ist bei uns definitiv vorhanden“, stellt Bernd Fladischer abschließend fest.

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