anwenderreportage

matec Maschinenbau matec-50 HV: Perfektes Konzept

Matec überzeugt bei Johann Glück mit stabilem Maschinenbau: Johann Glück ist ein Selfmade-Unternehmer im besten Sinn des Wortes. Der gelernte Werkzeug- und Formenbauer wusste von Beginn an, dass er in seinem Berufsfeld etwas erreichen wollte und hat viel Kraft und Energie in die Durchführung gesteckt. Heute ist seine Firma ein österreichisches Vorzeigeunternehmen, das in puncto Umsatz/Mitarbeiter eine führende Stellung einnimmt. Am Erfolg maßgeblich beteiligt sind die im Betrieb eingesetzten matec-Bearbeitungszentren.

Infos zum Anwender

Seit der Firmengründung durch Johann Glück in Steyr hat sich die Glück Werkzeug- u. Maschinenbau GmbH & Co KG mit Ideen, viel Gefühl für den Markt und kompromissloser Genauigkeit zu einem der führenden Dienstleister entwickelt. Heute, am Standort Wolfern, konzentriert sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenz: genauester Maschinenbau vom Fräsen, Flach- und Profilschleifen bis zum Induktiv-Härten – CNC Lohnarbeiten in Dimensionen bis 8.000 mm bei einer Präzision im Hundertstelbereich.

Den Grundstein für seinen späteren unternehmerischen Erfolg hat Johann Glück nach Ausbildung und Angestelltenzeit 1985 durch die Übernahme einer Stanzerei gelegt, die zunächst als Zweimannbetrieb geführt wurde, kurze Zeit später bereits sechs Mitarbeiter hatte. 1989 stellte Glück das Kerngeschäft auf Werkzeug- und Formenbau um. „Wir haben uns insgesamt relativ schnell auf lange Teile spezialisiert. In dem Bereich ist der Wettbewerbsdruck nicht so hoch“, erzählt Johann Glück. 2001, mit inzwischen 39 Mitarbeitern, zieht Glück in einen Neubau am heutigen Standort in Wolfern. Dort arbeitet man derzeit mit 20 Mitarbeitern zum großen Teil als klassischer Lohnfertiger für den Kundenkreis Maschinenbau/Werkzeugbau. Die Konstruktionszeichnungen für die Teile erhält Glück vom Kunden. Die Stückzahlen variieren von Losgröße 1 bis 2.000 und die Präzisionsteile sind zu 95 % aus Stahl und 5 % aus Guss. Aluminiumbearbeitung überlässt er anderen. „Dem Preisdruck begegnen wir unter anderem durch eine wesentliche Reduzierung der Fertigungskosten. Das ist nur mit modernen Maschinen zu schaffen. Die brauchen zum einen weniger Bedienpersonal. Zum anderen arbeitet man auf den Maschinen effektiver, wenn man sinnvolle Möglichkeiten wie z. B. die Pendelbearbeitung nutzt. Der Kunde zahlt heute keine Rüstzeiten mehr. Wer also gut kalkulieren will, muss auf schnelles Umrüsten/hauptzeitparalleles Rüsten setzen“, erklärt Johann Glück.

Konzept Pendelbearbeitung überzeugt

Genau auf diese Pendelbearbeitung war Glück aufmerksam geworden, als er zusammen mit dem matec-Repräsentanten für Österreich Mario Stiebinger die für eine erfolgreiche Produktion nötigen intelligenten Fertigungslösungen und Maschinenkonfigurationen auf der Basis des modularen matec Maschinensystems erarbeitete. Mittels einer Trennwand wird der Arbeitsraum der Maschine in zwei Bereiche aufgeteilt – im einen Arbeitsraum wird bearbeitet, während im zweiten hauptzeitparallel gerüstet wird. Dadurch werden Stillstandszeiten vermieden. Dieses Konzept entsprach exakt dem, was Glück gesucht hatte und so wurde 1997 die erste matec-Maschine auf der Basis einer matec-30 HV beschafft. Mit einem Arbeitsbereich von 5.000 x 700 x 800 mm (X/Y/Z) entsprach die Bearbeitungslänge der Maschine genau den Gegebenheiten der Schleifmaschinen, die Glück im Betrieb einsetzte. Der Kundenkreis für diese Teilelänge war zum großen Teil identisch und Glück konnte schnell die Fräsarbeiten seiner bisherigen Schleifkunden für sich gewinnen. Als Zusatznutzen konnten mit der Pendelbearbeitung kleinere Teile schneller und damit günstiger produziert werden.

Die Stabilität und Präzision der matec-Maschine und das laut Glück gute Preis-Leistungsverhältnis überzeugten auf Anhieb und so folgten innerhalb kurzer Zeit drei weitere matec-Maschinen, zwei Doppelspindler matec-30 LD mit Verfahrwegen in X von 2.600 mm sowie aus Kapazitätsgründen eine zweite 30 HV für kleinere Teile in Pendelbearbeitung.

Wunschmaschine gefunden

Mitte 2014 stand wieder eine Maschinenbeschaffung an, dieses Mal stand die hochgenaue Bearbeitung von Werkstücken mit einer Länge von bis zu 8 m durch Schruppfräsen, Fertigfräsen, Bohren, Schleifen und Induktivhärten in einer in-house Prozesskette im Mittelpunkt. Gefordert war eine wesentliche Reduzierung der Fertigungskosten, speziell durch die Reduzierung des Schleifaufwandes. Das wiederum konnte nur durch eine sehr hohe Fräsgenauigkeit der zu beschaffenden Maschine erreicht werden. Und wieder sollte eine gewisse Flexibilität durch eine demontierbare Arbeitsraumtrennwand gegeben sein, damit alternativ eine 8,0 m lange Bearbeitungsfläche für große Teile oder zwei Arbeitsräume für Pendelbearbeitung zur Verfügung stehen würden.

Glück besichtigte eine Referenzmaschine matec-50 HV bei Engel Austria, die die gewünschten technischen Features aufwies und hatte seine Wunschmaschine gefunden. Die matec-50 HV hat einen Verfahrweg in X von 8.000 mm und eine Werkzeugaufnahme HSK-A 100 für leistungsfähiges Fräsen mit langen Werkzeugen. Sie verfügt über zwei arretierbare Schwenkbrücken in den Längen 3,0 und 5,0 m mit 0,001° Gradteilung für hohe Genauigkeit. Die Schwenkbrücken sind an allen vier Seiten mit Magnetspanntechnik mit integriertem Nullpunktspannsystem für schnelles Spannen und Umrüsten der Teile ausgestattet. Die Vierseitenspannvorrichtungen der Schwenkbrücke ermöglichen eine mannlose 3. Schicht sowie eine mannarme Wochenendschicht. Für die Firma Glück bedeutet dies eine 20/6 Auslastung.

Wohlüberlegte Investition

Der Arbeitsraum wird bei Einsatz einer Trennwand für Pendelbearbeitung genutzt. Tatsächlich wird nur in etwa 10 % der Bearbeitungsfälle die Trennwand entfernt – die Schwenkbrücken werden arretiert und dann in der vollen Länge von 8,0 m für die Bearbeitung langer Teile genutzt. Eine Heidenhain-Steuerung iTNC 530 sorgt für ein gutes Zusammenspiel von Spindel und 5 Achsen. Ein Monitor ermöglicht die Überwachung des Arbeitsraums während der Bearbeitung. Die Maschine hat ein Magazin mit 60 Werkzeugen – ein Shuttlezusatzmagazin mit 120 weiteren Werkzeugen soll in Kürze beschafft werden. Insgesamt ein Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro mit Peripherie, das Glück so kommentiert: „Eine so große Investition will natürlich gut überlegt sein. Vom Fundament bis zur Stabilität der Maschine muss alles passen, damit die geforderte hohe Zerspanleistung bei gleichzeitiger höchster Präzision in der Bearbeitung erreicht werden kann und durch die resultierende Verringerung des Schleifaufwandes tatsächlich eine Kostenreduzierung und damit letztendlich eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden kann. Dass die exzellente Stabilität der matec-Maschine auch eine lange Werkzeugstandzeit ermöglicht, ist sehr erfreulich.“

Bereits 1997 hat die Glück Werkzeug- u. Maschinenbau GmbH & Co KG die erste matec-Maschine auf der Basis einer matec-30 HV erworben.

Bereits 1997 hat die Glück Werkzeug- u. Maschinenbau GmbH & Co KG die erste matec-Maschine auf der Basis einer matec-30 HV erworben.

Innerhalb kurzer Zeit folgten drei weitere matec-Maschinen: zwei Doppelspindler matec-30 LD mit Verfahrwegen in X von 2.600 mm sowie aus Kapazitätsgründen eine zweite 30 HV mit X 5.000 mm für kleinere Teile in Pendelbearbeitung.

Innerhalb kurzer Zeit folgten drei weitere matec-Maschinen: zwei Doppelspindler matec-30 LD mit Verfahrwegen in X von 2.600 mm sowie aus Kapazitätsgründen eine zweite 30 HV mit X 5.000 mm für kleinere Teile in Pendelbearbeitung.

Ergonomischer Zugang und Service kaufentscheidend

„Viele reden nur über technische Details – aber genau so wichtig ist die Ergonomie einer Maschine. matec Maschinen verfügen nicht nur über hohe Produktivität, Genauigkeit und Qualität – sie sind auch mitarbeiterfreundlich. Ein großzügiger Kranzugang und der Maschinentisch in der richtigen Höhe, all das ist ergonomisch gut durchdacht. Für mich war das ebenso wie ein guter Service mit kaufentscheidend“, resümiert Glück und Armin Wunderlich, technischer Direktor bei matec bestätigt das: „matec hat sich in vielen Jahren in diesem Feld bewusst weiterentwickelt. Der barrierefreie Zugang zum Spanntisch ist aber natürlich auch die Voraussetzung für ungehinderte Beladung, schnelles Umrüsten und eine gute Zugänglichkeit für Wartung und Service.“

Ein guter Service ist Johann Glück ebenso extrem wichtig. „In Wartungs- und Servicefällen kann ich mich auf eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem matec Team verlassen: dazu gehören eine schnelle Servicereaktionszeit, kürzeste Ersatzteil-Lieferzeit (24 Stunden), Ersatzteile direkt von matec, faire Ersatzteilpreise und als größter Pluspunkt sofortige unkonventionelle telefonische Hilfestellung, wenn mal Gesprächsbedarf besteht.“

Die Mitte 2014 angeschaffte matec-50 HV hat einen Verfahrweg in X von 8.000 mm und eine Werkzeugaufnahme HSK-A 100 für leistungsfähiges Fräsen mit langen Werkzeugen. Die hohe Stabilität der Maschine gewährleistet eine lange Werkzeugstandzeit.

Die Mitte 2014 angeschaffte matec-50 HV hat einen Verfahrweg in X von 8.000 mm und eine Werkzeugaufnahme HSK-A 100 für leistungsfähiges Fräsen mit langen Werkzeugen. Die hohe Stabilität der Maschine gewährleistet eine lange Werkzeugstandzeit.

Die matec-50 HV bietet eine Monitorüberwachung des Maschinenraums während der Bearbeitung.

Die matec-50 HV bietet eine Monitorüberwachung des Maschinenraums während der Bearbeitung.

V.l.n.r.: Armin Wunderlich, technischer Direktor bei matec, Mario Stiebinger, matec-Repräsentant für Österreich und Johann Glück, Eigentümer der Glück Werkzeug- u. Maschinenbau GmbH & Co KG.

V.l.n.r.: Armin Wunderlich, technischer Direktor bei matec, Mario Stiebinger, matec-Repräsentant für Österreich und Johann Glück, Eigentümer der Glück Werkzeug- u. Maschinenbau GmbH & Co KG.

Auch in Zukunft mit an Bord

Johann Glück ist mit Leib und Seele Unternehmer, das ist zu spüren: „Ich bin jetzt 59 Jahre alt und mehr denn je gespannt darauf zu sehen, welche neuen Entwicklungen die Zukunft bringt. So wie die kundenspezifische matec Maschine neue Bearbeitungsmöglichkeiten in den Betrieb gebracht hat, so wird der nächste Schritt wieder von den Anforderungen der Kunden bestimmt werden", so Johann Glück abschließend.

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