anwenderreportage

KraussMaffei setzt auf Schleiftechnologie der Wema Glauchau

KraussMaffei war auf der Suche nach einer neuen Schleiftechnologie, um Aufspannvorgänge und damit Bearbeitungs- sowie Nebenzeiten zu reduzieren. Fündig wurde der Technologieanbieter für Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechnik beim sächsischen Werkzeugmaschinenhersteller Wema Glauchau.

Das Schleifkonzept der Wema Glachau ermöglicht Innen- und Außenschleifen in einer Aufspannung. (Bilder: Pierre Seidel)

Das Schleifkonzept der Wema Glachau ermöglicht Innen- und Außenschleifen in einer Aufspannung. (Bilder: Pierre Seidel)

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Aufgabenstellung: Aufspannvorgänge bei Innen- und Außenschleifoperationen reduzieren.

Lösung: Wotan Schleifmaschinen und Schleiftechnologie der Wema Glauchau.

Vorteil: Bearbeitungszeiten um die Hälfte reduziert, Rüstaufwand bei 80 Prozent der Teile deutlich minimiert, 96 Prozent Maschinenverfügbarkeit.

„Es gibt verschiedene Konzepte für Innen- und Außenschleifoperationen auf dem Markt – das Konzept der Wema Glauchau hat uns sehr entsprochen, da wir viele Teile mit verschiedensten Dimensionen bearbeiten, die wir zukünftig in einer oder zwei Aufspannungen schleifen wollen“, begründet Werner Hüttinger, Abteilungsleiter bei KraussMaffei, seine Entscheidung für den Schleifmaschinenhersteller Wema Glauchau.

Das Konzept unterscheidet sich zum einen durch den Standrevolver mit drei Innenspindeln. Damit können die Spindeln so ausgelegt werden, dass verschiedene Durchmesser und Größen abgedeckt werden. Zum anderen erlaubt der Werkzeugwechsel eine effiziente Komplettbearbeitung der Werkstücke trotz der unterschiedlichen Werkstückgrößen und Planzeiten.

Bearbeitungsvielfalt und effizienteres Schleifen durch ein integriertes Werkzeugmagazin im Arbeitsraum.

Bearbeitungsvielfalt und effizienteres Schleifen durch ein integriertes Werkzeugmagazin im Arbeitsraum.

Werner Hüttinger
Abteilungsleiter bei KraussMaffei

„Es gibt verschiedene Konzepte für Innen- und Außenschleifoperationen auf dem Markt – das Konzept der Wema Glauchau hat uns sehr entsprochen, da wir viele Teile mit verschiedensten Dimensionen bearbeiten, die wir zukünftig in einer oder zwei Aufspannungen schleifen wollen.“

Bearbeitungszeiten um die Hälfte reduziert

„Dadurch konnten wir Einsparungen in den Bearbeitungszeiten von bis zu 50 Prozent erzielen. Vor allem bei sehr komplizierten Teilen, wo wir vorher Bearbeitungszeiten von 90 Minuten hatten, kommen wir jetzt auf 45 Minuten. Wir konnten die damaligen Aufspannungszeiten komplett halbieren. Allein durch das Aufspannen und Ausrichten der hochpräzisen Werkstücke erzielten wir riesige Zeitersparnisse“, bestätigt Hüttinger. Zudem ist die Maßhaltigkeit der Teile generell weitaus größer, als wenn nach jedem Arbeitsgang neu aufgespannt werden muss.

Ein weiterer Grund für den Schleifmaschinenhersteller aus Glauchau ist die eigens entwickelte WOB-Oberfläche – eine werkstattorientierte Programmierung. Diese ist in stetigem Austausch mit den Kunden der Wema Glauchau erstellt worden. Der Bediener bekommt für seinen Prozess das Optimum an Benutzerfreundlichkeit widergespiegelt. „Softwareseitig konnten damit unsere individuellen Wünsche vollumfänglich erfüllt werden“, ergänzt Hüttinger.

Die Partner im Projekt: Werner Hüttinger, Abteilungsleiter bei KraussMaffei, Ronald Krippendorf, Geschäftsführer Wema Glauchau, und Daniel Rehmet Petra, Technologe bei KraussMaffei.

Die Partner im Projekt: Werner Hüttinger, Abteilungsleiter bei KraussMaffei, Ronald Krippendorf, Geschäftsführer Wema Glauchau, und Daniel Rehmet Petra, Technologe bei KraussMaffei.

Infos zum Anwender

KraussMaffei ist einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Kautschuk. Das Leistungsspektrum umfasst sämtliche Technologien in der Spritzguss-, Extrusions- und Reaktionstechnik. KraussMaffei beschäftigt weltweit rund 5.500 Mitarbeiter. Mit mehr als 30 Tochtergesellschaften und über zehn Produktionsstätten sowie rund 570 Handels- und Servicepartnern ist KraussMaffei international kundennah vertreten. Der Hauptsitz ist seit 1838 in München.

Rüstaufwand bei 80 Prozent der Teile deutlich minimiert

„Bei klassischen Maschinenkonzepten wird bei der Werkstückeinrichtung sehr viel umgerüstet, bis hin zu den Abrichtern. Wenn ein neues Programm oder Bauteil eingefahren wird und ich beim Umrüsten auch die Position der Abrichter geändert habe, muss ich immer wieder von vorn anfangen und alles anlernen. Demzufolge sind die Rüstaufwände von einem Bauteil auf ein anderes erheblich höher als bei dem Konzept der Wotan Maschinen der Wema Glauchau. Hier werden ein neues Bauteil sowie ein neues Werkzeug einmal eingefahren und automatisch ist alles miteinander abgestimmt. Bei 80 Prozent unserer Teile wurde der jetzige Rüstaufwand somit deutlich minimiert (Umspannen und Futterwechsel)“, so Hüttinger.

96 Prozent Maschinenverfügbarkeit

Für die Zukunft sehen sowohl KraussMaffei als auch die Wema Glauchau einer erfolgreichen und nachhaltigen Zusammenarbeit entgegen. Mit den stetig wachsenden Werkstückanforderungen in Hinsicht auf Komplexität und Fertigungsgenauigkeiten besteht die Herausforderung des Anwenders, diese Parameter an einen zuverlässigen Maschinenhersteller zu übergeben. Schleifen bleibt ein Zerspanungsprozess mit unbestimmter Scheide und war bisher mit vielen Versuchen verbunden.

„An der Stelle ist der Erfahrungsaustausch zwischen uns als Anwender und der Wema Glauchau als Schleifmaschinenspezialist so wichtig. Hier sind wir mit der ganzheitlichen Lösung und der Fertigungsqualität der Wema Glauchau mehr als zufrieden. Nur so ist eine Maschinenverfügbarkeit von 96 Prozent wie bei uns möglich“, bestätigt Hüttinger.

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