gastkommentar

Point of Service

KOLUMNE In der Service-Abteilung von Siemens Österreich sind 15 Techniker seit Jahrzehnten täglich im Einsatz. Ihr reicher Erfahrungsschatz rund um Werkzeugmaschinen lässt die produzierende, zerspanende Industrie regelmäßig in kritischen Situationen erleichtert und glücklich aufatmen. Egal ob es sich um ein Retrofit von alten Maschinen, klassische zu behebende Störungen, Inbetriebnahme-Unterstützungen, besonderes Applikations-Know-how für Sonderanwendungen handelt oder ein ganzer Maschinenpark innovativ projektiert werden will – der Service-Crew von Siemens ist nichts zu schwer …

Ziel eines Retrofits ist es vorwiegend, eine Maschine oder Anlage für die nächsten 10 bis 15 Jahre wieder fit zu rüsten.

Alfred Jahl, Siemens Service-Experte für das Retrofit von Werkzeugmaschinen

Ziel eines Retrofits ist es vorwiegend, eine Maschine oder Anlage für die nächsten 10 bis 15 Jahre wieder fit zu rüsten. Alfred Jahl, Siemens Service-Experte für das Retrofit von Werkzeugmaschinen

Einer der Siemens Service-Experten ist Alfred Jahl – seines Zeichens spezialisiert auf das Retrofit von Werkzeugmaschinen. Seine Siemens-Laufbahn startete er im Oktober 1971 in Österreich und man merkt ihm die Begeisterung für seinen jeden Tag von neuem fordernden Job an: „Gleich zu Beginn meines Eintrittes bei Siemens, erhielt ich eine einjährige Ausbildung in Deutschland, welche mir das gesamte Spektrum der Automatisierung rund um Werkzeugmaschinen vermittelte. Angefangen bei der damals aktuellen Simatic N über C1, C2 und sämtliche Antriebe in aufgelöster Technik, spannten sich sämtliche Produkt- und Systemschulungen bis hin zu ihrer Inbetriebnahme. Nebst auf der theoretischen Ebene erfolgte die Ausbildung zu 50 % auch direkt an Applikationen im Werkzeugmaschinenbau.“

Nach erfolgreich absolvierter Schulung in Deutschland, kehrte Alfred Jahl zurück zum österreichischen Siemens-Standort und wurde von dort vorwiegend nach Ungarn geordert – der Inbetriebnahme von Fräsmaschinen und auch Anlagen eines großen Herstellers war dort der Fokus seiner Tätigkeit gewidmet. „Über die Jahre erlebten und erleben die Produkte und Systeme von Siemens natürlich stetige Innovationen – die dafür gebotenen intensiven Schulungen erfahren wir Servicetechniker permanent. Halten uns doch diese laufend am neuesten Stand der Technik und gewährleisten somit unser Know-how zum Nutzen unserer Kunden einzusetzen“, erklärt Alfred Jahl das Wissen um das gesamte Siemens-Spektrum für die zerspanende Industrie auf der automatisierenden Ebene.

Retrofit mit großem Potential

Nach ca. drei Jahren seiner Inbetriebnahme- und Service-Einsätze in Ungarn, ergab sich das damals neu entstandene Geschäftsfeld des Retrofits von Werkzeugmaschinen, welchem Alfred Jahl seither sein Augenmerk schenkt. Alte oder nicht mehr produzierte Anlagen bedurften einer Nach- oder Umrüstung mittels neuester Steuerungen und Antriebe oder verlangten eine komplette Modernisierung per Umbau. Alfred Jahl dazu: „Ziel eines Retrofits ist es vorwiegend, eine Maschine oder Anlage für die nächsten 10 bis 15 Jahre wieder fit zu rüsten. Natürlich hat in diesen Jahren auch mitunter ein Service zu erfolgen, doch im Schnitt – so zeigen die Erfahrungen – laufen die überholten Maschinen und Anlagen bis zu gut 15 Jahren wieder hochproduktiv und effizient.“

Doch nicht nur die Lebensverlängerung ist Anlass für ein Maschinen- bzw. Anlagen-Retrofit. Wünsche, wie eine Steigerung des Produktionsvolumens oder der Produktqualität, höhere Effizienzerlangung durch z. B. Energieeinsparungen, die Erfüllung gesetzlicher Emissionssenkungen und Sicherheitsvorkehrungen, aber auch die Sicherstellung der Versorgung mit Ersatzteilen, werden an Alfred Jahl und seine Kollegen gestellt. Gründe dafür finden sich genügend: Der Vorteil für den Anlagenbetreiber liegt in der Modernisierung der Anlage und der damit in Verbindung stehenden Erhöhung der Produktivität bei deutlich geringeren Kosten im Verhältnis zur Neuanschaffung einer Anlage. Die stabile Grundsubstanz der Maschine bleibt erhalten und bei großen Maschinen entfallen die hohen Ersatzinvestitionen für die Fundament-Erstellung. Darüber hinaus hält sich der Schulungsaufwand für die Bediener in Grenzen, da die Maschine / Anlage größtenteils bekannt ist.

Höchst professioneller Ablauf

Steht eine Retrofit-Anfrage an, fährt Alfred Jahl mit seinen Kollegen vor Ort zur Maschine bzw. Anlage und prüft die Gegebenheiten. Danach wird intern ein Konzept entsprechend der Bedarfe und im Rahmen des gestellten Budgets erstellt. Dieses beinhaltet alle möglichen, sinnvollen Retrofit-Maßnahmen, die damit verbundenen technischen Innovationsschritte, den dadurch generierenden Mehrwert / Nutzen sowie den Zeitrahmen für das Projekt. Übersteigen die Wünsche des Werkzeugmaschinen-Betreibers das vorgesehene Budget, wird das Projekt auf „Raten“ geplant. So erfolgt z. B. im ersten Schritt der Steuerungs- und erst später folgend der Tausch der Antriebe. Gilt doch stets und immer als oberstes Gebot: Des Kunden Wünsche werden erfüllt!

Klaus Ponweiser Siemens AG Österreich Divisionen Industry Automation und Drive Technologies Siemensstraße 90 A-1210 Wien Tel. +43 51707-22027 www.siemens.com

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